Deutliche Kritik an der Schulpolitk der Landesregierung

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 23. Januar 2003

mm/mb Emlichheim. Auf deutliche Kritik stieß die Schulpolitik der SPD-Landesregierung bei der Vizepräsidentin des Lehrerverbandes Niedersachsen, Christel Harendza. Die SPD habe ihr Schulgesetz "gegen den Widerstand aller in der Anhörung durchgeknüppelt". Christel Harendza sprach auf Einladung des CDU-Landtagskandidaten Reinhold Hilbers vor gut 50 Zuhörern im Saal Dreher in Emlichheim (Foto). Grundtenor der Ausführungen von Harendza, die die bereits öffentlich bekannte Kritik der Union an der SPD-Schulpolitik ausführlich darstellte, ist der Vorwurf, die Abschaffung der Orientierungsstufe und die Einführung der Förderstufe sei lediglich eine "Umettikettierung". Der SPD gehe es "letztendlich um die flächendeckende Einführung der Gesamtschule". Harendza kritisierte zudem eine "verfehlte Einstellungspolitik" des Landes, die zu einer "veralteten Lehrerschaft" geführt habe. In den nächsten Jahren würden 40 Prozent der Lehrer aus dem Dienst scheiden.
Der Arbeitskreis Schule der Grafschafter CDU konzentrierte sich unterdessen in einem GN-Gespräch auf die Vorteile des von der Niedersachsen-CDU geforderten dreigliedrigen Schulsystem. Ähnliches gebe es auch in SPD-regierten Bundesländern. Ein wichtiger Punkt sei hierbei die enge Bindung der Schüler an eine Schule durch eine längerfristige Zugehörigkeit. Eine Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Schulen müsse natürlich gewährleistet werden. Aus Sicht der Pädagogen müsse vor allem die Grundschule wieder Grundlage für mehr Wissen legen und die Hauptschule gestärkt werden mit einem auf eher praktische Unterrichtsinhalte ausgerichteten Fächerkanon. .



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