Grafschafter und Emsländische Stärkekartoffelbauern bangen um Prämienzahlungen der EU

kartoffelb 300x198 Grafschafter und Emsländische Stärkekartoffelbauern bangen um Prämienzahlungen der EU

Landwirte mit Landtagsabgeordneten der Region

Bei den Stärkekartoffelbauern in der Grafschaft Bentheim und im Emsland macht sich zunehmend Sorge um die Zukunft ihrer Höfe breit.  Hintergrund  ist, dass die Prämienzahlungen für die Stärkekartoffeln entkoppelt werden sollen und praktisch mit der Gießkamme über Flächenprämien wieder ausgeschüttet werden sollen. Damit wäre die Zahlung für unsere Kartoffelanbauer verloren, sagt Reinhold Hilbers.

Um Hilfe bei der Politik zu suchen, tragen sich Landwirte aus dem Emsland und der Grafschaft mit Vertretern der CDU in Haren. Auslöser war der  „Entwurf eines 4. Gesetzes zur Änderung des Betriebsprämiendurchführungsgesetzes".  Der Entwurf basiert auf der von den Agrarministern der Europäischen Union im November letzten Jahres im so genannten Heath Check erzielten Einigung, wonach die Entkoppelung aller entsprechenden Beihilfen beschlossen worden ist. Dieser Beschluss gebe auch die deutsche Position wieder, erklärte Gitta Connemann in einem Gespräch, das auf dem Betrieb Deuling in Haren-Erika stattfand und an dem Kartoffelanbauer aus der Region, Vertreter des Emsländischen Landvolkes, der Erzeugermeinschaft und die CDU-Landtagsabgeordneten Bernd-Carsten Hiebing und Reinhold Hilbers teilnahmen.

Die Forderung der Landwirte geht dahin, die Prämie ein Jahr länger als Top-up an die kartoffelanbauenden Betriebe zu zahlen, um einen geordneten Übergang in eine neue EU-Reformperiode zu ermöglichen. . Diese Möglichkeit ist den Nationalstaaten beim sogenannten Helth-Check im Rahmen der EU-Agrarförderung ausdrücklich eingeräumt worden. Der Referentenentwurf muss in diesem Punkt geändert werden, sind sich die Abgeordneten und die answesenden Landwirte einig.  Diese Forderung  habe man immer erhoben, dass den betroffenen Landwirten, insbesondere denen in besonders sensiblen Sektoren wie Stärkekartoffeln, ein genügend langer Übergangszeitraum einzuräumen sei.  Eine Vielzahl von EU-Nachbarländern werde davon Gebrauch machen und die Zahlung Top-up vornehmen. . Wenn den deutschen Kartoffelanbauern im Jahre 2012 die „TOP UPs" nicht gewährt würden, entstünden ihnen erhebliche und existenzbedrohende Wettbewerbsnachteile berichteten die anbauenden Landwirte, die Sprecher der verarbeitenden Betriebe und der Vorsitzende der Erzeugergemeinschaft für Stärkekartoffeln im Emsland Gebhard Bakker. Gitta Connemann berichtete, dass sie in Berlin unter anderem zum Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Kontakt aufgenommen habe.

Die      Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers und Bernd-Carsten Hiebing sagten den Landwirten Unterstützung zu. Hilbers: Niedersachsen unterstützt die Forderung der Landwirte uneingeschränkt, sagt Reinhold Hilbers. Der Abgeordnete hat darüber mehrfach mit dem Niedersächsischen Minister Heiner Ehlen gesprochen. Hilbers  und Hiebing  unterstrichen, dass sowohl der niedersächsische Landwirtschaftsminister als auch die Abgeordneten hinter der Forderung der Erzeuger und der Verarbeiter stehen. Eine Umsetzung des EU-Agrarministerbeschlusses ohne Berücksichtigung der Stützungszahlung werde gerade in der hiesigen Region nicht nur die betroffenen Landwirte, sondern auch die verarbeitenden Betriebe sowie nachgelagerte Bereiche hart treffen, sagten die Abgeordneten. Immerhin wird im Emsland und in der Grafschaft Bentheim ein Drittel der Ackerfläche für den Kartoffelanbau genutzt. Sie wird im Emsland von 1000, in der Grafschaft von 650 Vertragsanbauern bewirtschaftet.



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