Grenzübergreifend in Kontakt – Anrainer-Arbeitstreffen mit zwei Bundesländern: CDU-Abgeordnete am FMO zu Besuch

klein 2008 09 01 Arbeitstreffen FMO Abgeordnete  NRW und Nds Grenzübergreifend in Kontakt   Anrainer Arbeitstreffen mit zwei Bundesländern: CDU Abgeordnete am FMO zu BesuchGREVEN. Zu einem Erfahrungs- und Gedankenaustausch über die Ländergrenzen hinaus haben sich die Landtagsabgeordneten der CDU aus dem Landkreis Osnabrück, dem Emsland und der Grafschaft Bentheim mit ihren westfälischen Kollegen aus dem Münsterland am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) getroffen. Zu einem zentralen Thema entwickelten sich die Bahnstrecken in Ost-West- und Nord-Süd-Richtung.FMO-Geschäftsführer Gerd Stöwer skizzierte zum Auftakt die aktuelle Situation des Flughafens und erläuterte den Stand der Dinge bezogen auf die direkte Autobahnanbindung von der A1 ("auf gutem Weg") und die Startbahnverlängerung von 2,2 auf 3,6 Kilometer ("hoffentlich können wir nächstes Jahr anfangen"). Stöwer unterstrich die volkswirtschaftliche Bedeutung des Flughafens von Coesfeld bis Bad Bentheim mit rund 3000 unmittelbar und mittelbar abhängigen Arbeitsplätzen in jenem Gebiet und lieferte damit eine gute Begründung für die Auswahl des Treffpunkts.

Bei den Politikern stand vor allem ein verkehrspolitisches Thema im Mittelpunkt: Sowohl die westfälischen als auch die niedersächsischen Abgeordneten sicherten sich gegenseitig Unterstützung zu, um die Bahnstrecken der Region zu verbessern. Zum einen betrifft das die Strecke von Amsterdam über Osnabrück nach Berlin, die durch beide Bundesländer führt und vor allem durch einige Langsamfahrstrecken beeinträchtigt wird.

Die Strecke wird zum Fahrplanwechsel im Dezember aufgewertet mit einem durchgängigen Zwei-Stundentakt. Die Züge, die derzeit am Nachmittag in Osnabrück weiter nach Münster fahren, werden zukünftig über Bad Bentheim laufen, freut sich Reinhold Hilbers. Das wird auch von den Kolleginnen und Kollegen aus dem Münsterland mitgetragen.

 Zum anderen ist auch die Nord-Süd-Strecke von Hamburg über Münster nach Düsseldorf eine bedeutsame Wirtschaftsachse, die zwischen Münster und Dortmund allerdings nur eingleisig verläuft. Unter den Landespolitikern herrschte Einigkeit, dass beide Strecken im Auge behalten und gegenseitig unterstützt werden müssten. Vor allem die Zweigleisigkeit zwischen Münster und Dortmund ist für die westfälischen Politiker ein nachdrücklich zu verfolgendes Ziel, dessen Bedeutsamkeit die niedersächsischen Kollegen erkannten.

Außerdem diskutierten die Abgeordneten bei ihrem Arbeitstreffen über Gewerbeansiedlungen entlang von Autobahnen, die mögliche Schaffung neuer Fachhochschulplätze im Münsterland sowie das arbeitsmarktpolitische Modell der Optionskommunen.

Einig war man sich auch, die Entwicklung in den Städten nicht durch großflächige Fabrikverkaufsanlage an den Autobahnen zu gefährden. Die Vertreter aus dem Münsterland sicherten den Niedersachsen zu, dass es auch beim FOC in Ochtrup keine Kompromisse gebe und die Ansiedlung verhindert werden soll.

 "Es war eine sehr konstruktive und ergebnisorientierte Runde", bilanzieren die Abgeordneten. "Wir bleiben grenzübergreifend in Kontakt."



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