Hilbers: Wärme für die Stärke – Strom für das Netz

Über das Energiekonzept des ersten Strohheizkraftwerks informierten sich der CDU Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers und sein Kollege Martin Bäumer, Umweltpolitischer Sprecher der CDU Landtagsfraktion. Reinhold Hilbers hatte den Umweltexperten seiner Fraktion eingeladen, um sich gemeinsam mit ihm über die Chancen aus der Strohverbrennung zu informieren. Die 50 Mio. Euro teure Anlage soll 2010 fertig gestellt werden.

Die Emslandstärke plant ein Kraftwerk nach dänischem Vorbild, wie der Geschäftsführer der Emslandstärke, Hubert Eilting erläuterte. Strom sei die Randaktivität, so Eilting. Es werde Prozesswärme gewonnen, die für den Produktionsprozess der Emslandstärke wichtig ist. Energiekosten liegen nach den Rohstoffkosten für das Unternehmen an zweiter Stelle.  Es sollen 50 Megawatt Wärme und 60.000 Megawattstunden Strom erzeugt werden.  Für das benötigte Stroh bestehen überwiegend bereits Lieferverträge. Es komme aus einem Umkreis von 60 Kilometern. Eilting erläuterte die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft. Wer sich beteiligt, kann auch das Stroh liefern. Hilbers ergänzte, dass es vorbildlich sei,  die Landwirte als Mitgesellschafter an der Wertschöpfung profitieren zu lassen. Hilbers: "Die Landwirte sind Teil der Wertschöpfungskette."

Für Martin Bäumer ist die Anlage ein Baustein, um die Klimaschutzziele zu erreichen. "Wir brauchen, um die CO2 Einsparungen zu erzielen, konkrete Projekte", forderte Bäumer. Hier ist eines anzutreffen. Nachwachsende Rohstoffe müssten überall dort eingesetzt werden, wo es sinnvoll ist, sagt Martin Bäumer. Stroh ist nach Angaben von Bäumer in Deutschland noch reichlich frei auf dem Markt vorhanden, ohne dass andere Bereiche darunter leiden. Bäumer freut sich besonders über die Aktivitäten für das Strohheizkraftwerk, da nicht der Konflikt zwischen Nahrung und Energie bestehe. Landwirte werden immer mehr zu Energiewirten. Hier ist aber kein Konflikt vorhanden.



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