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Nachsorge schon im Krankenhaus planen
12. Mai 2004 | kein Kommentar
Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 12.05.2004
von Andre Berends
Die Kranken- und Pflegeeinrichtungen im Raum Emlichheim sollen in Zukunft stärker zusammenarbeiten. Das sieht ein Modell des Evangelischen Krankenhausvereins vor. Das neue Finanzierungssystem im Gesundheitswesen lasse eine Kräftebündelung sinnvoll erscheinen.
EMLICHHEIM – Krankenkassen und Krankenhäuser führen bis zum Jahr 2007 schrittweise ein neues, pauschales Abrechnungssystem ein. Demnach sollen Patienten künftig nur noch so lange behandelt werden, wie es unbedingt nötig ist. Auf der einen Seite bietet dieses Konzept den Patienten eine individuelle Behandlung, da die Schwere der Krankheit als Grundlage der Abrechnung dient. Andererseits erhöht es den Druck auf Ärzte und Pfleger, da die stationäre Versorgung unter einigem Zeitdruck erfolgt.
Dieses Fallpauschalensystem orientiert sich an dem australischen DRG-Modell (Diagnosis Related Groups), das sich nach Meinung von Fachleuten aufgrund seiner übersichtlichen Strukturen ideal auf das deutsche Gesundheitswesen übertragen lässt. Allerdings berge das DRG-Modell auch Gefahren, warnt Georg Harms-Ensink, Leiter des Evangelischen Krankenhausvereins in Emlichheim. Es sei zu befürchten, dass die Qualität der Nachversorgungnach einer stationären Behandlung leide.Wenn der Patient künftig im Krankenhaus weniger Zeit zur Genesung bekomme, könne sich das negativ auf seine Gesundheit auswirken. Dies zu verhindern, sei zwar die Aufgabe einer Nachversorgung, wie sie zum Beispiel der Krankenhausverein anbiete. Um diese aber auch wirtschaftlich leisten zu können, müsse ein Konzept erarbeitet werden, das die Angebote benachbarter Einrichtungen mit einbeziehe. Durch eine solche regionale Vernetzung würde man Kräfte sinnvoll bündeln, hofft Georg Harms-Ensink.
Gerade in einer ländlich geprägten Region wie Emlichheim, wo Patienten oft weite Wege zurücklegen müssten, sei ein reibungsloser Übergang von der Behandlung im Krankenhaus zur Nachversorgung durch einen Pflegedienst wichtig. "Die Krankenhausentlassung muss mit der Aufnahme anfangen", fordert daher Projektleiter Heiko Harms-Ensink. So soll schon bei der Stellung der Diagnose eingeschätzt werden, wie der Patient nach seiner Entlassung von einer Pflegeeinrichtung weiter versorgt werden kann.
Von einer möglichst frühen Kontaktaufnahme und Versorgungsplanung verspricht sich Heiko Harms-Ensink eine gute Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus und Pflegedienst, die eine qualitativ hochwertige Behandlung des Patienten ermöglicht. Sein Konzept sieht zudem die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle vor, die dem Patienten unabhängig diverse Wege der Nachversorgung aufzeigt. Eine solche Stelle würde pro Jahr rund 100000 Euro kosten, hat Heiko Harms-Ensink kalkuliert.
Wer die allerdings bezahlen soll ist noch offen. Der Krankenhausverein habe seine Pläne zwar den Krankenkassen vorgestellt, die hätten sich aber sehr zurückhaltend geäußert. Der Markt werde das schon regeln, so die Reaktion. Ein Urteil, mit dem sich Heidemarie Mundlos, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion nicht zufrieden geben mochte. Sie war mit Angelika Jahns, Sprecherin des Sozial-Arbeitskreises der CDU-Landtagsfraktion, nach Emlichheim gekommen.
Eingeladen hatte der CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers, der von Friedrich Kethorn begleitet wurde. Die vier Politiker waren sich rasch einig, dass das auf zwei Jahre angelegte Modellprojekt nicht auf die Unterstützung der Krankenkassen verzichten könne. Eine reine Finanzierung durch Landesmittel werde aufgrund leerer Kassen "sicher nicht so einfach", befürchtete Heidemarie Mundlos. Dennoch werde man sich in den kommenden Wochen in Hannover intensiv mit dem Emlichheimer Papier beschäftigen.
Um den Modellcharakter zu bewahren, sprach sich Friedrich Kethorn für eine relativ zügige Umsetzung des Projekts aus – nach Möglichkeit schon ab Januar 2005. Generelles Interesse signalisierten auch Johann Bosch und Johann Harsmölle vom Grafschafter Klinikum sowie Hans Hermann Breer vom Marienkrankenhaus. Für die konkrete Planung habe man bereits mit einem Institut aus Bonn Kontakt aufgenommen, stellte Heiko Harms-Ensink außerdem eine wissenschaftliche Projektbegleitung in Aussicht.
N-Bank Niedersachsen: Neue Wege der Wirtschaftsförderung für Existenzgründer, Freiberufler, Handwerker sowie kleinere und mittlere Unternehmen
10. Mai 2004 | kein Kommentar
Hannover. Die CDU-Landtagsabgeordneten und Haushaltsausschussmitglieder Reinhold Hilbers und Heinz Rolfes informierten sich jetzt zusammen mit weiteren Vertretern der Arbeitskreise Haushalt und Finanzen der CDU-Landtagsfraktion bei der Geschäftsführung der N-Bank in Hannover über die Angebote und Leistungen der zum 01. Januar 2004 neu gegründeten Investitions- und Förderbank Niedersachsen (N-Bank). Mit einem Fördervolumen von 290 Mio. Euro im Jahr 2004 kann hier viel angeschoben werden, sind sich beide Christdemokraten sicher.
Das Land Niedersachsen und die Nord/LB hatten die N-Bank mit dem Ziel gegründet, eine umfassende und Kunden orientierte Beratung unter einem Dach und aus einer Hand zu bieten. Wie Hilbers und Rolfes erfuhren, wurden die ehemals 68 Förderprogramme im Bereich Wirtschaft und Arbeit jetzt gebündelt zu jetzt 14 Programmen zusammengefasst. Die Steigerung von Wirksamkeit und Effektivität der Förderprogramme soll dem Ziel einer optimalen Wirtschaftsförderung der Zukunft in Niedersachsen dienen. Erklärtes Ziel ist es, die Bonität und damit die Wettbewerbsstärke der niedersächsischen Unternehmen zu steigern.
Ausgestattet mit der Gewährträgerhaftung kann sich die N-Bank hervorragend refinanzieren und günstige Kredite anbieten.
Die N-Bank versteht als landesweiter Ansprechpartner für alle niedersächsischen Unternehmen, Institutionen sowie für kommunale Wirtschaftsförderer vor Ort. Wesentlicher Schwerpunkt ist die enge Kooperation mit den kommunalen Wirtschaftsförderungsgesellschaften, die vor Ort in ihrer Multiplikatorenrolle bei der Beratung der unterschiedlichen Förderprogramme auf EU-, Bundes- und Landesebene unterstützt werden sollen.
Hilbers: Die erfolgreiche kommunale Wirtschaftsförderung unserer Städte, Gemeinden und des Landkreises soll damit gestärkt und ergänzt werden, nicht etwa ersetzt. Die CDU-Politiker Hilbers und Rolfes wiesen darauf hin, dass auch die Finanzierungsberatung für Unternehmen in finanziellen Krisensituationen in enger partnerschaftlicher Moderation und Kooperation mit den jeweiligen Hausbanken erfolgen solle.
Um Ansprechpartner vor Ort zu haben und den örtlichen Sach- und Fachverstand zu nutzen sowie den ländlichen Raum und die Fläche zu stärken, sind Beratungsstellen vorgesehen: zum 15. April wurde bereits eine Beratungsstelle in Lüneburg eröffnet. Die Eröffnung in Oldenburg ist für den 15. Juni 2004 vorgesehen.
"In den Außenstellen der N-Bank können auch Anträge abgegeben und erste Auskünfte eingeholt werden", informieren die CDU-Abgeordnete Rolfes und Hilbers weiter. Entscheidungen werden im "Vier-Augen-Prinzip" parallel vor Ort und in der Zentrale getroffen.
Wie der Vorstandsprecher Erk Westermann-Lammers den Arbeitskreis Haushalt der CDU Landtagsfraktion erläutert sind seit Zulassung der Bank am 01. Januar 2004 bereits mehr als 600 Anträge auf Förderzuschüsse und gut 190 Darlehensanträge bearbeitet worden. Besonders konzentrieren sich die Darlehensanträge auf den mit einem Nominalzins von 3,85 % äußerst günstigen "Niedersachsen-Kredit". Dieses Kreditprogramm, das Kredite von 30.000 Euro bis 1 Mio. Euro als Kreditbetrag umfassen kann, ist gerade für den Mittelstand, wie wir ihn im Emsland und der Grafschaft Bentheim vorfinden interessant. Reinhold Hilbers weiter: "Der neu aufgelegte Niedersachsen-Kredit ist laut Geschäftsführung der N-Bank gut eingeschlagen. Hiermit werden langfristige Investitionen in Niedersachsen gefördert und Betriebsmittelfinanzierungen speziell für kleinere und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Existenzgründer und Freiberufler unterstützt."
Die CDU-Abgeordneten Heinz Rolfes und Reinhold Hilbers wollen die Wirtschaft im Emsland und der Grafschaft Bentheim ermutigen, die umfangreichen und hoch qualifizierten Beratungs- und Serviceangebote der N-Bank auch für den das Emsland und die Grafschaft Bentheim ohne Berührungsängste zu nutzen. Bei dieser Gelegenheit wiesen sie auch auf die zentrale Beratungshotline in Hannover hin: Tel. (05 11) 3 00 31 – 333.
Landtagsabgeordnete besuchten Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeugbau
2. Mai 2004 | kein Kommentar
Das Unternehmen Wietmarscher Ambulanz und Sonderfahrzeugbau ist ein wichtiger Arbeitgeber. Schon aus dem Grunde wollten sich die Abgeordneten aus dem Landtag auf Einladung von Reinhold Hilbers im Unternehmen informieren, so Hilbers in seiner Begrüßung. Mit dabei waren sein Landtagskollege Friedrich Kethorn und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU im Niedersächsischen Landtag Heinz Rolfes, Bürgermeister Alfons Eling, sein Stellvertreter Burkhard Lühn und Hans Egbers als Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Wietmarschen. Der Vorsitzende der Geschäftsführung Michael E. Wotschke erläuterte die Unternehmensziele. Die Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeugbau GmbH habe sich eine führende Stellung im Markt herausgearbeitet, so Wotschke. Man liege mit der Unternehmensentwicklung im Plan, betonte der Geschäftsführer.
Das Unternehmen habe seine Tätigkeiten hier im Raum jetzt auf den Standort Wietmarschen konzentriert. Die Herstellung der Koffer für die Fahrzeuge wurde von Nordhorn zum Standort in Wietmarschen verlegt. Erst kürzlich wurde ein Großauftrag von 100 Fahrzeugen zur vollsten Zufrie-denheit des Kunden an das bayrische Rote Kreuz ausgeliefert.
Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben ca. 340 Mitarbeiter in der Firmengruppe. Davon arbeiten ca. 200 am Standort Wietmarschen.
Herr Kuhn von der Geschäftführung lobte die Wirt-schaftförderung in der Gemeinde Wietmarschen. Er hob die Unterstützung der örtlichen Verwaltung und das unkomplizierte Handeln der Politik vor Ort hervor und bedankte sich bei Reinhold Hilbers, Burkhard Lühn und Bürgermeister Alfons Eling dafür. Die Art, wie mit Unternehmensinteressen in der Gemeinde umgegangen werde, sei ein positiver Wirtschaftsfaktor, so Kuhn. Friedrich Kethorn machte an diesem Beispiel deutlich, dass die Bestandpflege der heimischen Betriebe in der Wirtschaftsförderung einen hohen Stellenwert haben muss.
Das Foto zeigt: Hans Egbers, Friedrich Kethorn MdL, Reinhold Hilbers MdL, Geschäftsführer Michael E. Wotschke und Heinz Rolfes MdL
"Müssen als Region in Europa wahrnehmbar werden"
28. April 2004 | kein Kommentar
Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 28.04.2004
von rolf masselink
Nordhorn – Die Region Emsland/Grafschaft Bentheim/Nordost-Niederlande "als Region in Europa wahrnehmbar machen" – das muss nach Ansicht des hauptamtlichen emsländischen Landrats Hermann Bröring (CDU) das Ziel einer gemeinsamen regionalen Marketingstrategie sein. Dieses Regionalmarketing sei nötig, so der dynamische Kreismanager aus Meppen am Montagabend im Kloster Frenswegen, um die Region wirtschaftlich voranzubringen. Aufgebaut werden könne es aber nur, wenn Politik und Verwaltungen dafür zusammen mit der heimischen Wirtschaft neue effektive Strukturen aufbauen. Dies sei bei der Finanzierung der A 31 vorbildlich gelungen. Jetzt müsse es darum gehen, "die gewonnene Kraft aus der A-31-Aktion in neue Formen der Zusammenarbeit zu stecken."
"Gemeinschaftsaktion A 31 vor der Vollendung – gemeinsam Chancen für weitere wirtschaftliche Entwicklung nutzen" hatte die Grafschafter CDU ihre Wirtschaftspolitische Konferenz im Kloster betitelt. Wie kann die Region den Schwung der A-31-Kooperation weiter nutzen? Wie können trotz leerer Kassen und versiegender Fördermittelströme Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen werden? Diese Fragen diskutierten Landrat Paul Ricken, der CDU-Kreisvorsitzende und Landratskandidat Friedrich Kethorn und sein Stellvertreter Reinhold Hilbers mit Grafschafter Unternehmern und CDU-Mitgliedern.
Landrat Hermann Bröring skizzierte den rund 80 Zuhörern in wenigen prägnanten Sätzen seine Vision von effektiver und notwendiger Regionalentwicklung: An den eigenen Stärken ansetzen, bürokratische Hürden von unten her wirksam beseitigen, den engen Schulterschluss zwischen Politik, Verwaltungen und regionaler Wirtschaft suchen und effektive, überprüfbare Kooperationsformen aufbauen. So will Bröring die Region "in Europa völlig anders aufstellen". Dafür müsse herkömmliches "Kirchturmdenken" überwunden werden. Denn weder die Grafschaft noch der doppelt so große Landkreis Emsland seien allein stark genug, um im größeren Europa der Regionen eine Chance zu haben. Um "Geld in der Region zu halten und Geld in die Region zu holen", hält Bröring regionale Einheiten mit etwa einer Million Einwohner für nötig. Geschaffen werden könnten sie nur in grenzüberschreitender Kooperation. Bröring: "Die Unternehmen interessieren unsere Verwaltungsgrenzen nicht". In Niedersachsen werden zwar seit 1990 über regionale Kooperationen diskutiert, alle Versuche seien aber an zu viel Bürokratie und mangelnder Einbindung der Wirtschaft gescheitert.
Landratskandidat Friedrich Kethorn hatte zuvor in einem Grundsatzreferat betont, für die CDU habe die wirtschaftliche Entwicklung der Grafschaft oberste Priorität. Dafür stehe er mit seinem Wahlprogramm. Kethorn verwies auf den tiefgreifenden, aber erfolgreich bewältigten Strukturwandel in der Grafschaft und meinte, die CDU als gestaltende politische Mehrheit im Kreis habe diesen Strukturwandel "maßgeblich mitgestaltet". Sie sei "die eigentliche ,Initiative Pro Grafschaft", stellte Kethorn in Anspielung auf seinen Mitbewerber um den Posten des hauptamtlichen Landrats, Oberkreisdirektor Josef Brüggemann, fest. Der habe zwar, so Kethorn, durchaus verdienstvoll an der A-31-Aktion mitgewirkt. Aber die CDU sei es gewesen, die die Idee von Hermann Bröring als erste aufgegriffen habe. Sie habe Brüggemann "erst zum Jagen tragen müssen", bevor er sich für die Autobahn stark gemacht habe.
Neben Bürokratieabbau, Bestandspflege und dem Bemühen um neue Unternehmensansiedlungen stellte Kethorn vor allem Bildung und Ausbildung als wichtige Grundpfeiler einer erfolgreichen Regionalpolitik heraus. Gerade hier unternehme der Landkreis alle Anstrengungen, um junge Menschen so auszubilden, dass sie eine Chance auf einen Arbeitsplatz in der Region hätten.
Dass beim Aufbau eines Regionalmarketings weder überregionale Diskussionen noch technische Kleinigkeiten den Blick auf das Ziel verstellen dürfen, machte Hermann Bröring deutlich, als er in der abschließenden Aussprache nach dem Sinn eines deutschen Tiefseehafenprojekts in Wilhelmshaven gefragt wurde: "Ob Niedersachsen diesen Hafen wirklich braucht oder nicht, liegt nicht in unserer Entscheidung", so Bröring. "Aber wenn er kommt, will ich, dass das Emsland dabei ist und davon profitiert. Deshalb mache ich mich schon jetzt für den Bau der Küstenautobahn Ostfriesland stark." Er denkt eben strategisch, der Landrat aus Meppen.
"Ziel ist die Sanierung des Haushaltes"
22. April 2004 | kein Kommentar
Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 22.04.2004
Lohne/MM – Vorrangiges Ziel der Landesregierung bleibt die Sanierung des Haushaltes. Das bekräftigte der Niedersächsische Finanzminister hartmut Möllring (CDU) am Dienstag bei seinem Besuch im Heimathaus in Lohne. Möllring war auf Einladung desLandtagsabgeordneten und Lohner CDU-Vorsitzenden Reinhold Hilbers nach Lohne gekommen. Bereits bei der Begrüßung der Gäste im Heimathaus kritisierte Hilbers, dass die Vorgängerregierung "weit über ihre Verhältnisse gelebt" habe.
Minister Möllring bekräftigte, dass es das vorrangige Ziel sein müsse, die Nettokreditaufnahme wieder unter die eigenfinanzierten Investitionen zu drücken. Daher habe die neue Landesregierung bekanntlich beschlossen, bis zum Ende der Legislaturperiode wieder zu einem verfassungskonformen Haushalt zu kommen. Dazu soll die Nettoneuverschuldung jedes Jahr um 350 Millionen Euro zurückgefahren werden. Darüber hinaus, so der Minister, habe sich die Landesregierung zum Ziel gesetzt, bis zum Ende der nächsten Legislaturperiode einen Haushalt ohne Neuverschuldung aufzustellen.
Den Umfang der Verschuldung machte Möllring an einem Beispiel deutlich: Wenn die 350-Millionen-Schritte eingehalten werden, ist Niedersachsen in 187 Jahren schuldenfrei. Das erfordere jedoch auch, dass die Union 37 Mal wiedergewählt werden müsse.
Doch bei aller notwendigen Sparpolitik, so Möllring, gebe es auch eine andere Seite: Durch Mehrbedarf in einigen Bereichen und die erwartete Steuerschätzung für Mai, ergebe sich derzeit eine Finanzierungslücke von 1,45 Milliarden Euro.
Das erfordere zum Teil schmerzliche und unpopuläre Einschnitte, kündigte Möllring an, der damit insbesondere auch die Personalkosten im Auge hat. Erlöse sollen auch durch den Verkauf von nicht benötigtem Landesvermögen erzielt werden. "Von VW werden wir uns nicht trennen", bekräftigte der Finanzminister jedoch und widersprach damit Überlegungen von Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP).
Finanzminister Möllring war auch nach Lohne gekommen, um für den CDU-Landratskandidaten Friedrich Kethorn zu werden. Der Landesregierung stellte er trotz aller unpopulärer Sparbeschlüsse ein gutes Zeugnis aus: 71 Prozent der Niedersachsen hätten der Landesregierung bescheinigt, sie sei mit ihrer Politik auf dem richtigen Kurs. 49 Prozent der Befragten würden den "sachlichen und konsequenten Arbeitsstil schätzen.
Hilbers: "Grenzregionen müssen weiterhin gefördert werden"
21. April 2004 | kein Kommentar
Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 21.04.2004
WIETMARSCHEN/GN – Die Wirtschaftsförderprogramme in Niedersachsen sollen übersichtlicher werden. Wie die CDU/FDP-Landesregierung dieses Ziel erreichen will, haben der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Heinz Rolfes und sein Fraktionskollege Reinhold Hilbers bei einem Besuch der Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeugbau erläutert.
Die hohe Anzahl an Förderprogramm werde nun auf wenige, übersichtliche Programme zusammengeführt und von der neuen N-Bank gesteuert, so Rolfes. Diese neue zentrale Anlaufstelle mit einer Niederlassung in Oldenburg werde pro Jahr über Fördermittel in Höhe von 250 Millionen Euro verfügen.
Rolfes und Hilbers, die beide im Haushaltsausschuss des Landtags sitzen, hoben zudem hervor, wie wichtig die Förderung von Unternehmenserweiterungen und Neuansiedlungen sei. Bei der Wirtschaftsförderung dürften nicht nur die neuen Bundesländer berücksichtigt werden, sondern es müsse danach gehen, wo Strukturschwächen vorhanden seien und abgebaut werden müssten, so die Christdemokraten. "Dabei ist unsere Region an der Grenze zu den Niederlanden mit in die Förderung einzubeziehen", so die Christdemokraten.
"Schulstrukturreform fast revolutionär"
19. April 2004 | kein Kommentar
Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 19.04.2004
Die Schulreform stellt nach Auffassung der CDU-Politiker Klare und Kethorn eine große Herausforderung dar. Doch die Anstrengungen lohnten sich, gehe es doch um das Wohl der Kinder.
Bad Bentheim/pez – Der Schulreform widmete sich am Donnerstagabend im Hotel Berkemeyer eine Veranstaltung der Grafschafter CDU. Der Landtagsabgeordnete Friedrich Kethorn bezeichnete die bevorstehenden Veränderungen als fast revolutionär. Deswegen werde die Umsetzung der Reform wohl nicht ganz reibungslos über die Bühne gehen (können).
"Wir haben die umfassendste Reform auf den Weg gebracht, die es je gab", meinte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Heinz Klare. Der Gast aus Dieholz hat an dem neuen Gesetz mitgeschrieben und ist überzeugt: "Wir werden am Ende gute Ergebnisse haben."
Klare erläuterte den rund 35 Zuhörern in seinem rund einstündigen Vortrag noch einmal die Grundzüge der Reform. Mit ihr werde ein modernes, differenziertes Schulwesen mit hoher Durchlässigkeit geschaffen und "ohne Wenn und Aber ja zur Leistung in der Schule gesagt", was durchaus kindgemäß sei. Die Grundschule als wichtigste Schulform werde gestärkt und weiter eine Schule der Lernfreude sein. Dort werde sechs Stunden Deutsch pro Woche und Englisch ab der dritten Klasse unterrichtet. Zudem gebe es künftig schon ab der zweiten Klasse Zensuren und nicht nur "Bewertungen". Die Hauptschule werde auf die Arbeitswelt ausgerichet.
"Die Reform wird eine Entwicklung brauchen", sagte der CDU-Politiker weiter. In seinen Ausführungen deutete er auch die immensen räumlichen und personellen Veränderungen an. So müssten 12000 Lehrkräfte wegen der Abschaffung der Orientierungsstufe und der neuen Schülerströme umgesetzt werden, entstünden 170 Schulaußenstellen.
In der Diskussionsrunde ließ der CDU-Politiker unter anderem wissen, dass derzeit an 190 Hauptschulen in Niedersachsen ein Sozialarbeiter tätig sei. In einigen Jahren sollten ihn alle Hauptschulen haben. Keinerlei konkrete Überlegungen gebe es beim Land darüber, die Lehrerarbeitszeit zu verlängern. Aus Klares Sicht ist das kaum möglich, da die Lehrer seit einigen Jahren vereinbarungsgemäß ohnehin schon bis zu zwei Stunden pro Woche mehr arbeiteten (Arbeitszeitkonten).
Mit der Reform erfolge eine klare Prioritätensetzung für Bildung, sagte der Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers abschließend. In der Grafschaft sei die Umsetzung auf einem guten Weg.
Mitglieder für 40jährige Mitgliedschaft geehrt
14. April 2004 | kein Kommentar
Der Generalsekretär der CDU in Niedersachsen, Friedrich-Otto Ripke hat gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Grafschafter CDU, Friedrich Kethorn, Mitglieder für 40jährige Mitgliedschaft in der CDU geehrt. Auf der Veranstaltung wurden auch Neumitglieder vorgestellt und Ripke hielt ein Referat zum Thema: "Die CDU in Niedersachsen als Regierungs-, Bürger- und Volkspartei".
Für 40jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:
Gerhard Bosink, Nordhorn
Georg Brünink, Nordhorn
Franz Knüver, Nordhorn
Hans Kutz, Nordhorn
Hermann Maatmann, Wilsum
Foto von links nach rechts:
Friedrich-Otto Ripke, Georg Brünink, Reinhold Hilbers, Franz Knüver, Hans Kurz, Hermann Maatmann, Gerhard Bosink, Friedrich Kethorn
A 31 bringt Lohne Mercedes-Center mit 55 neuen Jobs
27. März 2004 | kein Kommentar
Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 27.03.04
Eine "völlig neue Generation von Autohaus" baut die Firma Egon Senger im Gewerbegebiet A 31 in Lohne. Gestern war Richtfest für das Mercedes-Center, das 55 neue Arbeitsplätze schafft. Sie "Sogwirkung" der A 31 belegen in Lohne fünf weitere Ansiedlungsverträge, die in den vergangnen Wochen unterzeichnete wurden.
Innerhalb von acht Monaten will die Egon Senger GmbH aus Rheine ihr neues Autohaus an der Lilienthalstraße direkt an der Autobahnanschlussstelle Lohne aus dem Boden stampfen. Im Juli soll das Mercedes-Center fertig sein, das rund fünf Millionen Euro kosten wird. Entstehen soll ein hochmodernes Autohaus, das nicht nur mit neuartigem Service für Personenwagen und Nutzfahrzeugen Marksteine setzt, sondern schon durch seine architektonische Gestaltung ein weithin sichtbares Zeichen an der Autobahn 31 setzt.
Auf einem 2,7 Hektar großen Grundstück entsteht ein etwa 135 Meter langes, knapp 30 Meter breites und über acht Meter hohes lichtdurchflutetes Gebäude. Es soll eine rund 1400 Quadratmeter große Ausstellungshalle sowie einen etwa doppelt so großen Servicebereich für Personenwagen und Nutzfahrzeuge erhalten. Die Firma Senger, die 2003 für den Servicebereich ihres Autohauses in Rheine eine Auszeichnung als "Beste Dialogannahme Deutschlands" erhielt, will diese neuartige Form der Reparaturannahme in Lohne auch auf den Nutzfahrzeugbereich ausdehnen. Modernste Prüf- und Reparatureinrichtungen sollen kurze Wartungs- und Reparaturzeiten garantieren.
Beim Aufrichten des Richtkranzes sprach Polier Stefan Krämer gestern von einem "stolzen Gebäude", das ein "kühnes Zeugnis der Baukunst unserer Generation sei.
Firmenchef Andreas Senger versprach den vielen Gästen des Richtfests "mehr als nur einen funktionalen Zweckbau": Es gehe in Lohne um die Realisierung eines einzigartigen Konzepts, das für Kunden und Mitarbeiter optimale Rahmenbedingungen schaffe. Mit dem Bezug des Neubaus Anfang Juli wird Senger seine bisher in Lingen angesiedelte Mercedes-Vertretung komplett an die Autobahn verlegen. Das Unternehmen verspricht sich davon eine bessere Erreichbarkeit.
Wietmarschens Bürgermeister Alfons Eling (CDU) sagte, er freut sich über die Ansiedlung des Autohauses an die Autobahn. Eling zeigte sich optimistisch, dass die A 31 schon bald noch mehr Sogwirkung entwickeln werde: Fünf weitere Unternehmen hätten in den vergangenen Wochen Verträge für die Ansiedlung im Gewerbegebiet A 31 in Lohne unterzeichnet. Sie wollen dort zusammen 100 Arbeitsplätze schaffen. Unter anderem handelt es sich um weitere Autohäuser, die an die Autobahn drängen. Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers sprach in einem Grußwort von der Magnetwirkung des Gewerbegebietes direkt an der A 31.
"Gemeinden müssen profitieren
27. März 2004 | kein Kommentar
Artikel der Meppener Tagespost vom 27.03.2004
Um sich vor Ort ein Bild von den Auswirkungen der geplanten Reform der Gewerbesteuer für die kommunalen Hauhalte zu machen, diskutierten Vertreter der CDU-Landtagsfraktion mit dem Geester Bürgermeister Hans-Josef Leinweber.
Wenn man hört, dass die Gemeinde Geeste die dritt-steuerstärkste Gemeinde im Emsland ist, und ein Bevölkerungswachstum von zwei Prozent im Jahr genießt, könnte man zu dem Schluss kommen, dass die finanzielle Lage rosig sei. Dass sie jedoch wie überall angespannt ist, wird aus den Zahlen des Verwaltungshaushaltes deutlich. Einnahmen von 10,5 Millionen Euro stehen Ausgaben von 15 Millionen Euro gegenüber.
Geeste bezieht ein Drittel seiner Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Verständlich, dass Bürgermeister Leinweber fordert, das Ersetzen der Gewerbesteuer durch eine Gemeindesteuer müsse verlässliche Berechnungsgrößen bieten. Ein weiteres Problem sieht er im Bereich der Investitionen, die die Gemeinden tätigen, um neue Betriebe zum Ansiedeln zu bewegen. Wegen wachsenden Konkurrenzkampfes zwischen Gemeinden, steigender Kosten und Bürokratisierung stelle sich oft die Frage, ob Investitionen sich noch rechneten. Der CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers merkte dazu an, es müsse durch die neue Gemeindesteuer sichergestellt werden, dass Gemeinden profitierten, wenn sie erheblich investieren. Der Vorsitzende des Arbeitskreises Haushalt und Finanzen im Landtag, Bernd Althusmann, forderte die Entlastung der Kommunen von unnötigen Standards. Die Verwaltungsreform sei ein Schritt in diese Richtung, erklärte er den Politikern.