Reinhold Hilbers (CDU): "Der gefundene Kompromiss bietet den Grafschafter Landwirten Sicherheit!
Hannover/Berlin. Der CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers hat anlässlich der in der letzten Woche gefassten Bundesratsentscheidung zur zweiten Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung den gefundenen Kompromiss zur Umsetzung der europäischen Tierhaltungsrichtlinien als wichtig und richtig bezeichnet. Wir sind eine Landwirtschaftsregion und daher ist dieser Beschluss, der Planung- und Investitionssicherheit bringt, gut für die Grafschaft, so der Abgeordnete.
Der Bundesrat hat am heutigen Tag der Tierschutznutztierhaltungs-Verordnung zugestimmt. Das Verordnungspaket enthält Vorgaben sowohl für die Schweine, als auch für die Legehennenhaltung. Die Verordnung hat zum Ziel, neben Tierschutzbelangen gleichzeitig auch Verbraucherinteressen zu berücksichtigen und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Betriebe zu sichern.
Die vom Bundesrat beschlossene Verordnung gibt den Tierhaltern die notwendige Planungssicherheit für eine leistungsfähige und tiergerechte Nutztierhaltung, so Reinhold Hilbers.
Die Länder stimmten mehrheitlich auch einem Vorschlag der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zu. Damit wird neben der Boden- und Freilandhaltung für Legehennen auch ein weiterentwickeltes Haltungssystem, die so genannte Kleingruppenhaltung, etabliert.
Die Kleingruppenhaltung ist für bis zu 40 oder 60 Tiere ausgelegt und mit Nest, Sandbad und Sitzstangen ausgestaltet. "Mit dieser nachhaltigen alternativen Haltungsform werden die Ansprüche und Erfordernisse des Tierschutzes, der Tiergesundheit sowie des Verbraucherschutzes in Einklang gebracht und die internationale Wettbewerbsfähigkeit berücksichtigt", sagte Reinhold Hilbers.
"Wir wissen, dass die Änderung der Verordnung für die niedersächsischen Schweine- und Legehennenhalter ein Kompromiss ist und es ihnen nicht leicht fällt, diesem so zuzustimmen. Doch wäre dieser Mittelweg jetzt nicht in dieser Form verabschiedet worden, hätte das fatale wirtschaftliche Folgen für die betroffenen Tierhalter und damit für Niedersachsen als Agrarland Nr. 1 gehabt. Die Kleingruppenhaltung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ohne diese Alternative zur herkömmlichen Batterie-Käfighaltung würde die Produktion von Eiern in Deutschland drastisch eingeschränkt und in Länder mit niedrigeren Tierschutzstandards abwandern. Die Übergangsfrist von zwei Jahren zur Einführung der Kleinvolieren bedeutet für die deutschen Betriebe Produktionssicherheit. Dies ist die Voraussetzung für eine Wettbewerbsfähigkeit innerhalb Europas. Hilbers: "Dieses Ergebnis war nur möglich, weil sich die Niedersächsische Landesregierung stark eingebracht hat und für die Landwirte dieses Ergebnis gegen heftige Widerstände erstritten hat."
Land zahlt Sozialpädagogen für Frensdorfer Hauptschule
Artikel aus den Grafschafter Nachrichten vom 10.04.2006
Nordhorn – Die Hauptschule Frensdorfer Schule in Nordhorn kann im kommenden Schuljahr einen Sozialarbeiter zur Unterstützung des Unterrichts einsetzen. "Der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann hat dafür eine Förderung im Rahmen des Programms zur Profilierung der Hauptschule bewilligt", teilte der CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers gestern mit. Rund zwei Jahre lang habe er sich um die Bewilligung dieser Stelle und der Geldmittel beim Kultusminister bemüht, so Hilbers. In Zusammenarbeit mit der Stadt Nordhorn könne nun eine Sozialpädagogin oder ein Sozialpädagoge eingestellt werden.
Landesweit verfügten damit insgesamt 357 Hauptschulstandorte (72 Prozent) über sozialpädagogische Fachkräfte. Bis 2007 sollen alle Hauptschulen des Landes entsprechend ausgestattet werden, so der Plan der Landesregierung. "Durch die unterrichtsunterstützende und unterrichtsergänzende Tätigkeit der Sozialpädagogen können die Hauptschülerinnen und Hauptschüler in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt und gezielt auf die Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt vorbereitet werden", hob Reinhold Hilbers hervor.
"Gerade hinsichtlich schulischer Leistungsdefizite, im Sozialverhalten sowie in der Berufsorientierung ergeben sich vielfältige Fördermöglichkeiten in Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern", so Hilbers. Vor dem Hintergrund der zurzeit sehr pauschal geführten Diskussion rund um die Themenfelder Integration, Gewalt und Hauptschulen setze die Landesregierung mit dem Hauptschulprofilierungsprogramm auf Initiative der Fraktionen von CDU und FDP ein eindeutiges bildungspolitisches Signal für diese Schulform, ihre Schülerinnen und Schüler, ihre engagierten Lehrkräfte und die ausbildende Wirtschaft, fügte Hilbers hinzu.
Land fördert Erweiterung des Außenbeckens der Mineraltherme in Bad Bentheim mit 360000 Euro
Artikel aus den Grafschafter Nachrichten vom 08.04.2006
Bad Bentheim – Das Land Niedersachsen fördert die geplante Erweiterung des Außenbeckens der Mineraltherme Bad Bentheim mit 360000 Euro. Das teilte Reinhold Hilbers, Landtagsabgeordneter und Kreisvorsitzender der Grafschafter CDU, gestern mit. "Durch diese Förderung aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GA) wird der Tourismus gestärkt und gleichzeitig werden Arbeitsplätze in der Region gesichert" betonte Hilbers. Ziel der Erweiterung des Beckens (Bild) und der Schaffung einer Terrassenlandschaft als Ruhezone für die Gäste ist es, die Mineraltherme noch stärker auf den Wellness- und Gesundheitstourismus auszurichten und so die Wettbewerbschancen des Heilbades noch weiter zu verbessern.
Hilbers: Für das Gymnasium Nordhorn wird es eine für alle Seiten vernünftige Lösung geben
Wie Hilbers betont, steht die CDU-Kreistagsfraktion zu den Beschlüssen, der ev. lutherischen Kirche die Bildung eines kirchlichen Gymnasiums als freie Schule anzubieten. Hilbers: Die ev. lutherische Landeskirche muss sich aber jetzt auch in Kürze entscheiden. Wir haben die Verwaltung in einem Antrag aufgefordert, darauf hinzuwirken, eine Entscheidung herbeizuführen, so Hilbers. Die Einrichtung einer zweiten freien Schule neben dem Gymnasium in Bardel wäre eine enorme Bereicherung der Schullandschaft in der Grafschaft, so Hilbers. Wir haben allerdings schon lange gewartet.
Ungeachtet dessen will ich die CDU-Kreistagsfaktion Gedanken darüber machen, wie die gymnasiale Schullandschaft in Nordhorn, gestaltet werden kann, für des Fall, dass das kirchliche Gymnasium nicht Realität wird, so Hilbers. Die CDU hat bei der Einrichtung der Außenstelle bereits laut über ein zweites Gymnasium nachgedacht. Vor drei Jahren jedoch hat die Schulleitung vehement für die Einheit des Gymnasiums votiert. "Die Haltung der Schulleitung ist für uns neu, so Hilbers. Wir können daher an die Diskussionen von damals anknüpfen.
Die Einrichtung eines zweiten Gymnasiums ohne Oberstufe (nur Sek.-I-Bereich) wie von der Schulleitung in den Grafschafter Nachrichten vorgeschlagen, wir von der CDU kritisch beurteilt. "Bei einem solchen Vorschlag möchten doch alle Eltern ihre Kinder bei dem Gymnasium mit und nicht bei dem ohne Oberstufe anmelden. Dann müssten wir Schulbezirke einrichten, was unserem Grundsatz widerspricht, dass das Gymnasium in Nordhorn allen Schülern der Grafschaft offen steht", bringt Hilbers zu Ausdruck.
Es sind noch viele Fragen zu klären. Die CDU möchte, dass dies zügig geschieht. Es stellt sich die Frage, wie ein zweites Gymnasium räumlich organisiert sein soll. Die Außenstelle wird zurzeit zweizügig geführt. Zur Einrichtung einer Oberstufe ist jedoch eine Dreizügigkeit notwendig. Diese kann das Gebäude auf dem Nino-Gelände nicht aufnehmen.
Bei der Einrichtung eines zweiten Gymnasiums mit einer Oberstufe ist sicherzustellen, dass das breite Angebot an Schwerpunkten und Kursen auch weiter gewährleistet ist. In zwei gleich ausgerichteten kleinen Gymnasien besteht die Gefahr, dass gerade besondere naturwissenschaftliche Kurse – wie die Kombination aus Biologie und Chemie – nicht mehr angeboten werden können. Hilbers: Das breite Kursangebot hat das Gymnasium Nordhorn über die Stadt hinaus für die ganze Grafschaft zu einem wichtigen Bildungsträger gemacht. Das wollen wir erhalten und nicht gefährden, so Hilbers.
Die CDU Kreistagsfraktion hat in Ihrem Antrag an den Landkreis gefordert, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle aufzulisten und gegenüberzustellen.
Voreilige Entscheidungen sind nicht angebracht. Wir brauchen das Gespräch und eine sorgfältige Abwägung, wie die zukünftige Struktur gestaltet werden soll.
Das Gymnasium Nordhorn ist eine sehr wichtige Bildungseinrichtung in die wir als Landkreis in den vergangenen Jahren 6,5 Mio. Euro investiert haben. Und es besteht immer noch ein erheblicher Nachholbedarf, da zu der Zeit, als das Gymnasium sich in städtischer Trägerschaft befand, vieles nicht in Angriff genommen und liegengelassen worden ist, so die CDU.
Hilbers: 300.000 Euro für Kläranlageausbau fließen in die Grafschaft
Rund 300.000 Euro Fördermittel für den Ausbau und die Erweiterung von Kläranlagen fließen in diesem Jahr wieder aus der Landeskasse in die Grafschaft Bentheim. Das teilte der Grafschafter Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers mit, der diese Nachricht am Rande einer Sitzung der CDU-Haushälter in Hannover erhalten hatte.
Der Trink- und Abwasserverband Schüttorf bekommt für den 2. Bauabschnitt der Erweiterung der Biologie auf der Kläranlage eine 210. 000,00 Euro. Das entspricht einer Förderquote von ungefähr 25 %. Die geplanten Kosten betragen 850.000,00 Euro.
Ebenso wird auch die Gesellschaft für Abwasserklärung in Nordhorn für die Trübwasserbehandlung auf der Kläranlage Nordhorn im Jahr 2006 ungefähr 90.000,00 Euro. Bei Gesamtaufwendungen von 300 .000 Euro liegt die Förderquote bei 30 %.
Hilbers: Das Land unterstützt damit weiterhin die abwasserbeseitigungspflichtigen Kommunen bei der Erweiterung und Verbesserung ihrer Kläranlagen. Damit können bei uns wichtige Maßnahmen gefördert werden. Die Förderung trägt dazu bei, die Abwassergebühren niedrig zu halten.
Die Verbesserungen in der Abwasserbeseitigung sind ein aktiver Betrag zum Umwelt-, Gewässer- und Grundwasserschutz, so Hilbers.
CDU-Politiker wollen Klinik bei Vorhaben unterstützen
Artikel aus den Grafschafter Nachrichten vom 13.03.2006
Bad bentheim – Der Arbeitskreis Soziales der CDU-Landtagsfraktion hat am vergangenen Donnerstag bei seiner Stippvisite in der Grafschaft auch das Kurzentrum in Bad Bentheim besucht.
Alle Teilnehmer waren beeindruckt von der Einrichtung in Bentheimer Wald. Der CDU-Sprecher für Soziales, Norbert Böhlke, sagte zu, die Thermalsole- und Schwefelbad GmbH bei zwei konkreten Vorhaben zu unterstützen. Dabei ging es zum einen um die Modernisierung und Erweiterung des Aussenschwimmbeckens bei der Mineraltherme. Es soll von derzeit 240 auf knapp 400 Quadratmeter vergrößert werden. Ein Förderantrag der Fachklinik Bad Bentheim bei der N-Bank ist gestellt. Das zweite Anliegen der Fachklinik ist die Anerkennung von zehn zusätzlichen Betten für die Behandlung dermatologischer Erkrankungen. Auch hier hoffen die Bentheimer auf die Unterstützung aus Hannover.
Grafschafter Hospizhilfe möchte als Modellprojekt gefördert werden
Artikel aus den Grafschafter Nachrichten vom 11.03.2006
In Niedersachsen plant die Landesregierung in diesem Jahr die Förderung von zehn Palliativstützpunkten. Dafür sollen insgesamt 250000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Die Grafschafter Hospizhilfe sieht sich in einer guten Ausgangsposition, um als Modellprojekt für den ländlichen Raum in die Förderung zu kommen.
Sozialpolitiker der CDU-Landtagsfraktion zeigten sich bei einem Besuch in Nordhorn beeindruckt von der bisherigen Arbeit der hiesigen Hospizhilfe.
Als Palliativmedizin bezeichnet man die Erkennungs- und Handlungsweise von Ärzten und Pflegepersonal, einen unheilbar kranken Menschen so zu umsorgen, dass er nicht leiden muss. Dass in der Grafschaft auf dem Feld der palliativen Versorgung von Patienten bereits einiges auf den Weg gebracht worden, betonte der CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers gegenüber seinen Parteifreunden aus dem Sozialausschuss des Landtages.
Hospizhilfe-Vorsitzender Hermann Thole stellte den Landespolitikern, die letztendlich über die Förderanträge zu entscheiden haben, das Netzwerk an Hilfeangeboten vor, das in der Grafschaft bereits geflochten ist. Schon seit 14 Jahren ist der Verein in der Grafschaft aktiv, derzeit zählt er 394 Mitglieder. 60 bis 70 Aktive der Hospizhilfe engagieren sich im Bereich Sterbebegleitung. Weil das finanzielle Risiko zu groß ist, hat man bewusst kein stationäres Hospiz aufgebaut, sondern ein Netzwerk von Angeboten in der Grafschaft aufgebaut.
Jüngster Erfolg ist die Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Altenpflege. Mit drei Häusern ist bereits ein Kooperationsvertrag geschlossen worden. Hier werden zum Beispiel Mitarbeiter in palliativer Pflege geschult. "Wir möchten einen Palliativstützpunkt Altenpflege einrichten", sagte Thole mit Blick auf den künftigen Fördertopf des Landes den Gästen aus Hannover. So ein Projekt, das durchaus Modellcharakter für den ländlichen raum habe, sei nicht mehr rein ehrenamtlich zu leisten. Hier wünscht sich die Hospizhilfe die nötigen Mittel, um eine sozialpädagogische Fachkraft einzustellen.
Denkbar für einen Palliativstützpunkt Altenpflege wäre eine rund um die Uhr besetzte Hotline Schmerztherapie. Gearbeitet werden sollte an den Schnittstellen zwischen Hausarzt, Altenpflege und Hospizarbeit, Krankenhaus und Altenpflege sowie Altenpflege, Familie und Hospiz.
Der sozialpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Norbert Böhlke, sagte zu den bisherigen Aktivitäten der Grafschafter Hospizhilfe: "Sie haben heute gezeigt, dass sie schon sehr weit sind. Ich bin beeindruckt." Die Einbindung des Bereiches Altenpflege sei "beispielhaft". Ziel ist es nach Angaben von Böhlke, in einem Mehrjahresprogramm Palliativstützpunkte in allen niedersächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten zu fördern. Die Konzepte sollen Ende März fertig sein und die entsprechenden parlamentarischen Beratungen dann schnell über die Bühne gehen. Hilbers will den Antrag aus der Grafschaft dem Ministerium übermitteln.
Kurz gestreift wurde auch die aktuelle Diskussion über aktive Sterbehilfe. Für den Hospiz-Vorsitzenden Dr. Hermann Thole ist klar: "Wer in der Hospiz angekommen ist, der möchte nicht mehr aktiv sterben." Gut vorstellen kann sich Thole eine künftige Zusammenarbeit mit Einrichtungen des betreuten Wohnens.
CDU feiert sich und ihre Gründer
Artikel aus den Grafschafter Nachrichten vom 06.03.2006
Vier Stunden lang blickte die Grafschafter CDU am Sonnabend in festlichem Rahmen auf ihre Geschichte zurück und auf künftige Aufgaben voraus. Festredner Wolfgang Bosbach gab der Veranstaltung in Bad Bentheim mit einer kämpferischen Rede das politische Profil.
Bad Bentheim – Heinrich Wenning hat sie alle erlebt: den Adenauer und den Kiesinger, den Carstens und den Kohl. "Die Alten habe ich alle kennen gelernt", erinnert sich der 84-jährige Schüttorfer. Länger als Heinrich Wenning kann ein Grafschafter ja auch kaum der CDU angehören. Gleich in ihrem Gründungsjahr 1946 trat er den Christdemokraten bei. Am Sonnabend feierte die Partei mit rund 240 Gästen aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Verbänden im Bad Bentheimer Kurhaus ihr 60-jähriges Bestehen in der Grafschaft und ehrte auch ihren Jubilar.
"Der Wiederaufbau hat mich angetrieben", erklärt Heinrich Wenning. Als kaufmännischer Angestellter hat der Schüttorfer mitgeholfen, die Textilfabrik Schümer in seiner Heimatstadt wieder flott zu machen. Und als Schriftführer hat er seinen Teil dazu beigetragen, die CDU in der Grafschaft zur Volkspartei zu formen. "Jede Woche haben wir damals zusammengesessen", erinnert sich Heinrich Wenning. "Wir", dazu gehörten vor allem Heinrich Barlage und Gerrit Brinkmann. Sie hatten am 23. Februar 1946 evangelische und katholische Christen, Frauen und Männer, junge und alte Menschen aus allen Schichten der Bevölkerung "zwecks Bildung einer Partei" in die Nordhorner Gastwirtschaft Barlage eingeladen.
"Das ist der Gründergeist, den wir auch heute brauchen", forderte Festredner Wolfgang Bosbach, Fraktionsvize im Bundestag, am Sonnabend von den Festgästen. Kreisvorsitzender Reinhold Hilbers bekräftige, die CDU sei bis heute vor allem eine Mitgliederpartei: "An der Basis schlägt unser Herz." Zugleich wollten die Christdemokraten aber immer auch hoch hinaus. 20 Europa-, Bundes- und Landtagsabgeordnete zählte Hilbers auf, die für die Grafschaft in Parlamente einzogen. "Seit ihrer Gründung war und ist die CDU die stärkste politische Kraft im Kreistag", verkündete Hilbers stolz. Und bis auf eine Ausnahme stellte sie auch stets den Landrat. Fast 250 kommunale Mandatsträger, fünf hauptamtliche und 15 ehrenamtliche Bürgermeister seien der Beleg dafür, dass die CDU "die Kommunalpartei in der Grafschaft" sei. Und das solle sie auch bleiben, so die Kampfansage vor der Kommunalwahl im September.
In ihren Grußworten gratulierten der Bad Bentheimer Bürgermeister Günter Alsmeier, Staatssekretär Hermann Kues, Europaabgeordneter Hans-Gerd Pöttering und Landrat Friedrich Kethorn nicht nur zum Erreichten. Hermann Kues ermahnte seine Parteifreunde auch, "dass das Profil der CDU unverwechselbar bleiben muss". Dieses Profil zu schärfen, war zum Abschluss die Aufgabe von Wolfgang Bosbach. Zwischen zwei Wahlkampfauftritten in Mainz und Trier legte Bosbach einen kurzen Zwischenstopp in der Grafschaft ein und sprach, als ob es auch hierzulande in wenigen Tagen eine Wahl zu entscheiden gäbe. Launig in seinen Worten, doch kompromisslos in der Sache ließ er kaum ein aktuelles Thema aus: Soziale Sicherungssysteme, Bildung, Steuerreform, demografischer Wandel, Familienförderung, auch Patriotismusdebatte und Integration von Migranten – alles fand in rund 45 Minuten seinen Platz.
Jubilar Heinrich Wenning hat der Festakt gut gefallen. Überhaupt ist er mit seiner CDU zurzeit ganz zufrieden. Angela Merkel hat er natürlich auch schon aus nächster Nähe erlebt. Ihn hat beeindruckt, dass sie so viel von Freiheit redet. Die sei schließlich, betont er, ein Hauptanliegen der Parteigründer gewesen.
Milchhof Ekenhorst jetzt mit EU-Zulassung
Artikel aus den Grafschafter Nachrichten vom 04.03.2006
Laar/MM – Seit elf Jahren produziert Jan-Hindrik Ekenhorst in Laar-Heesterkante auf seinem landwirtschaftlichen Anwesen Vorzugsmilch. 60 Milchkühe und 50 Kälber stehen in seinen Ställen. Ekenhorst hat eine Quote von einer halben Million Kilogramm Milch, davon werden etwa 30 Prozent direkt vermarktet. Seit dem 1. Januar hat der Milchhof auch die EU-Zulassung.
Beim Besuch des stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Friedhelm Biestmann, äußerte Ekenhorst sein Unverständnis darüber, dass ein Milchbauer etwa 5000 Stunden im Jahr arbeiten müsse, gegenüber den 2500 Stunden eines Handwerkers.
Biestmann erinnerte daran, dass die CDU-Landtagsfraktion sich gegen eine Erhöhung der Milchquote ausgesprochen hat. Darüber hinaus habe sich die Fraktion für eine bundesweit handelbare Milchquote ausgesprochen, und für eine Förderung der Milchwirtschaft aus der Modulation.
CDU für mehr erneuerbare Energie
Artikel aus der Meppener Tagespost vom 02.03.2006
"Es klappert die Mühle am rauschenden Bach": Das alte Volkslied soll demnächst wieder häufiger Wirklichkeit werden – jedenfalls wenn es nach dem Willen der niedersächsischen CDU geht. "Wasserkraft ist eine der Optionen für einen neuen Energiemix", waren sich die Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers und Friedhelm Biestmann bei einem Besuch des Wasserkraftwerks in Klein Hesepe einig.
Biestmann (Vechta) ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft. Hilbers hatte ihn in seinen Wahlkreis Niedergrafschaft/Geeste/Twist eingeladen unter anderem, um ihm das bisher einzige Strom produzierende Wasserkraftwerk im Kreisgebiet zu zeigen.
Betreiber Siegfried Kohne zeigte sich erleichtert und zuversichtlich zugleich. Der Landwirt ais Lohne in der Grafschaft Bentheim hatte in seine drei Wasserräder, die dazugehörigen Turbinen und das Gebäude samt zugehöriger Technik investiert, um seinen Betrieb ein zusätzliches Standbein zu schaffen. "Zu Hause fehlen mir nach dem Bau der Autobahn die Entwicklungsmöglichkeiten – da habe ich nach Alternativen gesucht", sagte er. Doch lief zu Anfang einiges schief – die gesamte, rund 650 000 Euro teure Anlage musste schon kurz nach der Fertigstellung fünf Monate lang saniert werden, weil die Strömung der Ems die Fundamente unterspült hatte. Die Zuständigkeiten in dieser Angelegenheit sind noch nicht geklärt. Dann beschädigten Randalierer das Kraftwerk und Kohne musste in Videokameras zur Überwachung investieren.
"Inzwischen läuft die Anlage aber seit acht Monaten ohne Unterbrechung und ich bin zuversichtlich", sagte Kohne den beiden Politikern, die von CDU-Vorständen der Geester Ortsverbände und des Gemeindeverbandes sowie von Bürgermeister Hans-Josef Leinweber begleitet wurden. Die Landtagsabgeordneten Hilbers und Biestmann sprachen sich deutlich für die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien wie zum Beispiel der Wasserkraft aus.
"Niedersachsen fördert den Weg weg vom Öl hin zu einer neuen Mischung der Energieproduktion", betonte Biestmann. "Wir brauchen Alternativen, um den CO2-Ausstoß zu senken und unabhängiger zu werden. Bei der Wasserkraft liegen noch Potenziale brach und wie hier in Klein Hesepe zu sehen ist, gibt es immer mehr funktionierende Anlagen."