Stärkt NBank der Gemeinde den Rücken?
Artikel der Lingener Tagespost vom 05.07.2004
Auf Einladung von MdL Reinhold Hilbers (CDU) war der Vorstand der NBank mit Dr. Sabine Johannsen und Erk Westermann-Lammers Gast in der Grafschaft Bentheim und im Emsland, um sich vor Ort von der wirtschaftlichen Entwicklung ein zu verschaffen.
Als Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen versteht sich die Institution als Partner der hiesigen Unternehmen, Hausbanken und der kommunalen Wirtschaftsförderer, wie es der Vorstandssprecher formulierte. Als Instrument des Landes Niedersachsen für Wirtschaftsförderung werde daher auch aufmerksam die Wirksamkeit und Effektivität von Förderprogrammen verfolgt. Erklärtes Ziel sei nämlich, die Bonität und damit die Wettbewerbsstärke der niedersächsischen Unternehmen zu steigern, und das bedinge somit eine enge Kooperation mit den Wirtschaftsförderern vor Ort.
Nach den Worten von Reinhold Hilbers ist es für das wirtschaftliche Gedeihen der Gemeinde schon wichtig, wenn die NBank, bei der alle Wirtschaftsförderungs-Instrumente gebündelt sind, ein Bild davon erhält, warum und wofür Förderanträge gestellt werden. In der Gemeinde Wietmarschen seien ideale Wirtschaftsvorteile gegeben, weil neben der günstigen verkehrlichen Anbindung die positive Bevölkerungsentwicklung sowie ein qualifiziertes Personalpotenzial festzumachen sind.
Bürgermeister Alfons Eling konnte die Erfolgsgeschichte der Gemeinde mit weiteren zukunftsgünstigen Planungen fortführen. Die in der Gemeinde fertig gestellte A31 und viele Parallel durchgeführte Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur werden wohl wirtschaftlichen Aufschwung, neue Betriebe und damit verbundene Arbeitsplätze bringen. Nicht umsonst habe der Landkreis Grafschaft Bentheim vor einigen Jahren bereits im Regionalen Raumordnungsplan dem Standort Lohne die Entwicklungsaufgabe G, also die "Schaffung von Arbeitsplätzen", zuerkannt.
Die Gemeinde wolle noch in diesem Jahr weitere rund 700 000 Euro in die Erschließung von Gewerbegebiet investieren, da man seit Herbst letzten Jahres eine deutlich stärkere Nachfrage nach Gewerbegrundstücken verspüren könne, so Eling.
Für diese Erschließungsmaßnahmen liege der NBank ein GA-Antrag vor, von dem er sich einen positiven Bescheid erhoffe. Die NBank solle keine Vorratserschließung mitfinanzieren, sondern werde hier mit einer Förderung kurzfristig neue Arbeitsplätze schaffen.
Im Anschluss an das Fachgespräch im Lohner Rathaus erläuterte Alfons Eling bei einer Rundfahrt durch das Gewerbegebiet die einzelnen Planungsschritte.
Die Vorstandsmitglieder der NBank zeigten sich beeindruckt von der Dynamik in der Gemeinde und sagten eine wohlwollende Prüfung zu, deren Ergebnis noch im Juli 2004 vorliegen soll. Anschließend fuhren sie mit MdL Reinhold Hilbers noch nach Nordhorn und in den Europark Emlichheim.
"Ländlicher Raum braucht Fördergelder
Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 29.06.04
In den Töpfen für Wirtschaftsförderung ist immer weniger Geld, Kommunen und Projekte werben um die knappen Mittel. Das wurde auch beim Besuch von Dr. Sabine Johannsen, Vorstandsmitglied der NBank, und Erk Westermann-Lammers, Vorstandssprecher der NBank, in der Grafschaft Bentheim deutlich. In der NBank (Investitions- und Förderbank Niedersachsen GmbH) sind die verschiedenen Instrumente der Wirtschaftsförderung des Landes in einem Haus zusammengefasst.
Bei einem Treffen aller Grafschafter Wirtschaftsförderer in der Kreisverwaltung verbreitete Erk Westermann-Lammers wenig Optimismus zur Höhe der GA-Förderung, mit der bislang die Ansiedlung neuer Betriebe und die Erschließung von Gewerbegebieten gefördert wurde. Bislang sei noch nicht sehr viel vom Bund gekommen und die Landesregierung sitze derzeit in einer Haushaltsklausur, um über weitere Einsparungen in der Landeskasse zu beraten. "Es sieht nicht gerade frohlockend aus", sagte Westermann-Lammers.
Einen eindringlichen Appell, auch künftig diesen Bereich der Wirtschaftsförderung sicherzustellen, richtete Oberkreisdirektor Josef Brüggemann an die Gäste aus Hannover. Gerade die GA-Förderung sei für die Entwicklung des ländlichen Raumes wichtig. Und die habe sich die Landesregierung doch ausdrücklich auf die Fahne geschrieben. Es sei mehr als bedauerlich, so Brüggemann, wenn die wirtschaftliche Dynamik die durch den baldigen Lückenschluss der Autobahn A 31 gestartet sei, jetzt ins Stocken gerate, weil bei den Fördermitteln gespart werde.
Die beiden Vorstandsmitglieder der N-Bank, die auf Einladung des Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers in die Grafschaft gekommen waren, hatten viel Zeit und Interesse für die Region mitgebracht. Vormittags ließen sie sich im Rathaus der Gemeinde Wietmarschen über die positive Entwicklung des Gewerbegebietes an der Autobahn 31 informieren. Mittags stand das Gespräch mit den Wirtschaftsförderern auf dem Programm. Dann ging es gleich weiter ins Rathaus Emlichheim. Dort wurden das grenzüberschreitende Gewerbegebiet Europark vorgestellt und die Möglichkeiten ausgelotet, wie das Land und die N-Bank sich für den Europark engagieren können.
Spontan wurde dann am späten Nachmittag noch das Gewerbegebiet an der Kreisstraße 26 in Gildehaus angesteuert. Hier informierte der Geschäftsführer der Grundstücks- und Entwicklungsgesellschaft (GGB), Horst Nyhuis, über die mit dem fünften Bauabschnitt geplante Erweiterung. Unmissverständlich machte Nyhuis klar, dass der fünfte Bauabschnitt nicht ohne Fördermittel realisiert werde.
In der Kreisverwaltung hatte Erk Westermann-Lammers den Wirtschaftsförderer der Grafschafter Kommunen mit einer Präsentation die Förderinstrumentarien der N-Bank vorgestellt. Dabei trat er auch Kritik entgegen, dass die Wirtschaftsförderer außen vor bleiben, wenn die Anträge direkt an die N-Bank gerichtet werden müssen. "Ohne die Wirtschaftsförderer kommen wir ja gar nicht an die Unternehmen ran", betonte der Vorstandssprecher. Den kommunalen Wirtschaftsförderern komme eine wichtige Rolle zu.
Keine Absenkung der Standards der Kindertagesstätten
"Eine Absenkung der Standards für die Kindertagesstätten kommt für die CDU-Mehrheitsfraktion im niedersächsischen Landtag nicht in Frage", erklärten die beiden CDU-Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers und Friedrich Kethorn. Dies hätten die CDU-Mehrheitsfraktion und auch die Landesregierung bereits mehrfach erklärt, jedoch behauptete die SPD in regelmäßigen Abständen das Gegenteil um so die Eltern zu verunsichern.
"Die vorschulische Phase ist von überragender Bedeutung für die Entwicklung unserer Kinder. Zwischen dem ersten und dem sechsten Lebensjahr werden die entscheidenden Grundlagen für das gesamte Leben gelegt. Deshalb werden wir an der Qualifizierung der Erzieherinnen ebenso wenig rütteln wie etwa an der Gruppengröße in den Kindertagesstätten. An den Mindeststandards wird sich nichts ändern", so Friedrich Kethorn
"DVB-T-Fernsehen muss zum ´Überallfernsehen´ werden
Nordhorn. "Das neue DVB-T-Fernsehen (Digital-Video-Broadcasting-Terrestrical) muss so schnell und so weit wie möglich flächendeckend verbreitet werden, damit eine Spaltung zwischen den Ballungsräumen und den anderen Regionen des Landes Niedersachsen verhindert wird", erklärten die beiden Grafschafter CDU-Landtagsabgeordneten Friedrich Kethorn und Reinhold Hilbers. "Die Niedersachsen sollen wirklich überall Fernsehen terrestrisch digital empfangen können."
Die CDU-Politiker forderten die öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehveranstalter auf, die bislang nicht mit DVB-T versorgten Gebiete in Niedersachsen – wie die Grafschaft Bentheim – für diese moderne Rundfunktechnik im kostenvertretbaren Rahmen so bald wie möglich zu erschließen. Viele Gebiete im ländlichen Raum seien zudem nicht mit dem Kabelfernsehen versorgt. Außerdem solle auch älteren Menschen, die häufiger Nutzer von Haus- oder Zimmerantennen seien, das erweiterte Programmangebot zur Verfügung stehen.
Die CDU-Politiker begrüßten, dass Niedersachsen am 24. Mai 2004 als eines der ersten Bundesländer in Hannover und Braunschweig sowie im Unterweserraum mit dem Regelbetrieb von DVB-T, dem digitalen terrestrischen Fernsehen, gestartet ist. Damit sind 15 Fernsehprogramme digital über Antenne zu empfangen.
Allerdings ist DVB-T von etwa 30 % der Niedersachsen zurzeit nicht zu empfangen, z.B. in Ostfriesland, in Südniedersachsen, im Raum Osnabrück, im Emsland und der Grafschaft Bentheim, weil diese Bereiche nicht digital versorgt sind. Da die privaten Fernsehsender RTL und SAT 1 am 24.05.2004 ihren analogen terrestrischen Sendebetrieb eingestellt haben, können nun in diesen Bereichen über Antenne nur noch öffentlich-rechtliche Sender empfangen werden. Betroffen sind davon ca. 7% der Haushalte in Niedersachsen.
Heimathaus und Ferienanlage für Geeste geplant
Artikel der Meppener Tagespost vom 26.06.2004
Der CDU-Ortsverein Geeste lud den Abgeordneten im Niedersächsischen Landtag, Reinhold Hilbers, zu einem Ortstermin in die Gemeinde ein.
Unter Leitung von Bürgermeister Hans-Josef Leinweber sowie des Ortsvorsitzenden der CDU, Bernd Klein, ging es mit dem Fahrrad zu exponierten Punkten der Gemeinde. Die Tour stand ganz unter dem Motto "Unser Dorf soll schöner werden".
Das erste Projekt, das dem Landtagsabgeordneten vorgestellt wurde, war das des geplanten Heimathauses. Auf dem freien Grundstück, das sich im Besitz der Gemeinde befindet und welches direkt neben der Sankt-Antonius-Kirche liegt, soll ein Heimathaus errichtet werden. Es steht zur Diskussion, das Fachwerk-Heuerhaus Lau, das dringend sanierungsbedürftig ist, abzubrechen und neben der Kirche wieder zu errichten und als Heimathaus auszubauen. Die Bausubstanz sei allerdings bereits in einem sehr angegriffenen Zustand, so dass dringender Handlungsbedarf geboten ist sei, führte Architekt Josef Wulf aus. Er schätze die Gesamtkosten für das Vorhaben inklusive der Abbruchkosten für das Heuerhaus auf 360.000 Euro, "plus ein erhebliches Maß an Eigenleistung". Bürgermeister Leinweber berichtete, dass das Bauleitverfahren für die Fläche bereits laufe. Ein endgültiger Beschluss sei aber vom Gemeinderat noch nicht gefasst worden.
Die Besuchergruppe war sich einig, dass durch die Errichtung des Heimathauses das Geester Zentrum aufgewertet werden würde. Außerdem sei die Infrastruktur an dieser Stelle des Ortes nahezu ideal, um ein solches Vorhaben zu verwirklichen. Es stünden jetzt schon ausreichend Parkplätze zur Verfügung, benachbart sind Kirche, Schule und Kindergarten. Die örtlichen Vereine würden das Vorhaben begrüßen und hätten aktive Mithilfe signalisiert. Ausdrücklich wurde betont, dass das Heimathaus nicht gegen die Wirte des Dorfes errichtet werden soll. Die auf dem Grundstück vorhandenen Bäume sollen erhalten bleiben.
Deutlich ehrgeiziger ist das Bauvorhaben eines Ferienhausgebietes am Speicherbecken. Architekt Wulf und lokale Investoren möchten annähernd 100 Ferienhäuser sowie einen Campingplatz mit einer Stellfläche für 100 Fahrzeuge errichten. Als nächster Bauabschnitt könnte ein Hotel entstehen, hierfür gebe es jedoch derzeit keinen Investor, führte Wulf aus. Die größten Häuser sollen acht Schlafplätze bieten. Die einzelne Haushöhe werde sechs Meter nicht übersteigen, versprach der Architekt. Großen Wert lege die Investorengruppe darauf, dass die Häuser nicht zum ständigen Bewohnen benutzt werden dürfen. "Es soll ein reines Ferienhausgebiet werden", sagte Wulf. Ein Teil der Häuser solle verkauft, der Rest müsse vermietet werden.
Das Grundstück, auf dem das Feriengebiet errichtet werden soll, würde von einem Landwirt in Erbpacht zur Verfügung gestellt werden. Wulf und seine Investoren rechnen in Spitzenzeiten mit 600 Urlaubern. Bürgermeister Leinweber: "Verwaltungstechnisch könnte die Bauleitplanung bis zum Jahresende abgeschlossen sein." Das gesamte Projekt sei vom Gemeinderat "mit einer hohen Priorität eingeschätzt worden". Eine positive Wirkung erhoffe man sich vom neuen Feriengebiet auch auf das "Haus des Gastes", das dadurch eine ganz andere Dimension erfahre. Weitere Stationen der Gruppe waren die Neubaugebiete Kottbree und Kottenkamp. Bei letzterem seien derzeit zehn Bauplätze noch nicht verkauft. Man rechne aber damit, diese in Kürze zu veräußern. Falls zusätzlich Bedarf vorhanden sei, könne eine Anschlussbebauung auf weitern 3,6 Hektar vorgenommen werden. Außerdem stattet der Landtagsabgeordnete dem örtlichen Kindergarten sowie der Schule einen Besuch ab.
Poststelle in Groß Hesepe soll erhalten bleiben
Artikel der Meppener Tagespost vom 25.06.2004
Der Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers hat die von der Deutschen Post AG angekündigte Schließung der Postfiliale in Groß Hesepe kritisiert und das Unternehmen aufgefordert, die Entscheidung im Hinblick auf die Selbstverpflichtung zu einer flächendeckenden Versorgung zu überdenken.
Der Geester Bürgermeister Hans-Josef Leinweber hatte sich an Hilbers mit der Bitte gewandt, die Gemeinde beim Erhalt der Postfiliale in Groß Hesepe zu unterstützen. Die Post hatte Anfang Juni der Gemeinde mitgeteilt, dass sie beabsichtigt, die Filiale 4 in Groß Hesepe an der Meppener Straße aus Gründen der Wirtschaftlichkeit zu schließen. Das nahm Hilbers zum Anlass, die Post aufzufordern, diese Entscheidung zu überdenken. Wie Hilbers der Post AG in seinem Schreiben darlegt, ist die Existenz einer Poststelle oder Postagentur für die Menschen in der Gemeinde und auch für die örtliche Wirtschaft von hoher Bedeutung. "Ich werde Bürgermeister Leinweber gern unterstützen, weil es hier um ein Stück Service und Infrastruktur in der Fläche geht", erklärt Hilbers.
Die Versorgung der Menschen mit Postdienstleistungen im ländlichen Raum ist seit langem Gegenstand politischer Diskussionen auf allen politischen Ebenen. Seitens der Gemeinde Geeste hat man sich auf vielerlei Art bemüht, das Angebot postalischer Dienstleistungen in möglichst großem Umfang für alle Ortsteile aufrechtzuerhalten. Die Niedersächsische Landesregierung hat gemeinsam mit anderen Bundesländern einen Antrag zur Änderung des Postgesetzes in den Bundesrat eingebracht. Mit dem Gesetz sollte dem weiteren Abbau im Bereich der Post entgegengewirkt werden. Geplant ist unter anderem eine Verpflichtung für die Post, in zusammenhängenden bebauten Gebieten mit mehr als 2000 Einwohnern mindestens eine Postfiliale oder eine Postagentur zu unterhalten. Weitere Punkte sind eine bundesweite Mindestzahl von Briefkästen und konkrete Vorgaben der Öffnungszeiten, erklärte Hilbers weiter. Die verbesserten Rahmenbedingungen durch Änderungen des Postgesetzes bundesweit vorzuschreiben war leider auf Bundesebene nicht möglich. Gleichwohl hat aber die Bundesratsinitiative die kritische Auseinandersetzung mit der Postdienstleistungsverpflichtung überhaupt erst ermöglicht und einen Diskussionsprozess in Gang gebracht.
Hilbers freut sich darüber, dass die Diskussion zu einer Selbstverpflichtung der Deutschen Post AG geführt hat, die die Versorgungspflicht für stationäre Einrichtungen (Poststellen, Postagenturen) nun auch für zusammenhängende bebaute Wohngebiete ab 2000 Einwohnern vorsieht. Er erinnert die Post in seinem Schreiben an die vor kurzem erlassenen Selbstverpflichtung. Nach seiner Auffassung sind die Anforderungen, die die Post selbst in ihrer Verpflichtung aufgenommen hat, in Groß Hesepe erfüllt. Nun müsse die Post sich an ihren eigenen Maßstäben messen lassen, so Hilbers.
Der Sparzwang darf das Ehrenamt nicht entwerten
Artikel der Meppener Tagespost vom 09.06.2004
Der niedersächsische Minister für Inneres und Sport Uwe Schünemann war dem CDU-Gemeindeverband Twist als Redner angekündigt. Doch der musste kurzfristig in Berlin erscheinen, wo es um den Kompromiss zur Zuwanderung ging. Mit dem innenpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Hans-Christian Biallas war ein ebenso kompetenter wie wortgewaltiger "Ersatzmann" in die Bresche gesprungen.
In seinem Referat zog der Jurist und Theologe aus Cuxhaven mit Blick auf die Landesfinanzen und die entsprechenden Auswirkungen auf die unteren Ebenen eine bedrückende Bilanz. Der Schuldenberg, so Biallas, türme sich in doppelter Höhe des derzeitigen Etats von 22 Milliarden Euro. Und von daher müssten alle Maßnahmen unter der Frage "Was ist zwingend notwendig?" betrachtet werden. Den Abbau des Schuldenberges bezeichnete der Innenpolitische Sprecher als eine Aufgabe, die sowohl aus der Verantwortung gegenüber den nachkommenden Generationen als auch aus christlicher Haltung heraus resultieren.
Die Union sei bestrebt, die kommunale Selbstverwaltung zu stärken und die Eigenverantwortung der Kommunen zu verbessern. Als vier von vielen konkreten Maßnahmen hob Biallas die "situations- und anlassbezogene Verstärkung der Polizeipräsenz in der Fläche" sowie die Auflösung der Bezirksregierungen und des Niedersächsischen Landesamtes für Ökologie (NLÖ) und die Einstellung zusätzlicher Lehrer hervor.
Das Land brauche starke Kommunen, erklärte Biallas. Und mehr denn je seien die Kommunen in der Leitungsspitze auf ausgewiesene Experten angewiesen. Schließlich werde es noch jahrelang darauf ankommen, möglichst viel mit leider wenig Geld zu gestalten. Keinesfalls dürfe es allerdings dazu kommen. Das der Zwang zum Sparen das Ehrenamt entwerte. Der CDU-Bürgermeisterkandidat Reinhard Ahlers griff diese Forderung auf und unterstrich die Bedeutung entsprechender Kontakte zwischen den Repräsentanten der Mehrheitsfraktionen verschiedener Ebenen.
N-Bank wird mit kommunalen Wirtschaftsförderern eng zusammenarbeiten
Nordhorn. Die jüngsten Behauptungen der beiden SPD-Landtagsabgeordneten Dieter Steinecke und Gerd Will zur Wirtschaftsförderung des Landes durch die N-Bank entbehren jeder Grundlage, so die CDU-Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers und Friedrich Kethorn in einer gemeinsam Erklärung.
Die SPD-Abgeordneten hatten behauptet, die Beantragung von Fördermitteln sei komplizierter geworden, weil die Förderanträge jetzt nur noch bei der neugegründeten N-Bank gestellt werden könnten und nicht mehr bei den Wirtschaftsförderern der Bezirksregierungen, der Landkreise und der großen Städte. Darüber hinaus behaupteten sie, die kommunalen Wirtschaftsförderer könnten dann nicht mehr bei der Beantragung von diesen Fördermitteln helfen.
Hierzu hatte bereits vor einigen Wochen der zuständige Staatssekretär aus dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium gegenüber Friedrich Kethorn schriftlich erklärt, dass die kommunalen Wirtschaftsförderer auch nach Gründung der N-Bank weiterhin durch Beratung und Hilfe bei der Antragstellung tätig werden sollen. Gerade nach dem Wegfall der Bezirksregierungen komme der kommunalen Wirtschaftsförderung eine wachsende Bedeutung zu. Die N-Bank selbst habe auch immer wieder erklärt, sie habe ein großes Interesse an einer intensiven Zusammenarbeit mit den kommunalen Wirtschaftsförderern. Das Land Niedersachsen und die Nord/LB hatten die N-Bank mit dem Ziel gegründet, eine umfassende und Kunden orientierte Beratung unter einem Dach und aus einer Hand zu bieten. Wie Hilbers und Kethorn mitteilen, wurden die ehemals 68 Förderprogramme im Bereich Wirtschaft und Arbeit jetzt gebündelt zu jetzt 14 Programmen zusammengefasst. Die Steigerung von Wirksamkeit und Effektivität der Förderprogramme soll dem Ziel einer optimalen Wirtschaftsförderung der Zukunft in Niedersachsen dienen. Erklärtes Ziel ist es, die Bonität und damit die Wettbewerbsstärke der niedersächsischen Unternehmen zu steigern. Um eine Gleichbehandlung aller Antragsteller im Land zu erreichen, war es erforderlich, dass eine fristwahrende Beantragung von Fördermitteln nur bei der N-Bank selbst möglich ist.
Allerdings wird die N-Bank dabei mit dem kommunalen Wirtschaftsförderern eng zusammenarbeiten, so Friedrich Kethorn. Sie wird den Kommunen – sollten sie bei einer GA-Antragstellung nicht beteiligt worden sein (z.B. weil der Antrag direkt bei der N-Bank gestellt wird) – umgehend ein Exemplar des Antrages zur Verfügung stellen Unvollständige Anträge werden weiterhin gemeinsam mit den kommunalen Wirtschaftsförderern komplettiert.
Die N-Bank verstehe sich als landesweiter Ansprechpartner für alle niedersächsischen Unternehmen, Institutionen sowie für kommunale Wirtschaftsförderer vor Ort, erläuterte Reinhold Hilbers. Wesentlicher Schwerpunkt sei dabei die enge Kooperation mit den kommunalen Wirtschaftsförderungsgesellschaften, die vor Ort in ihrer Multiplikatorenrolle bei der Beratung der unterschiedlichen Förderprogramme auf EU-, Bundes- und Landesebene unterstützt werden sollen.
"Die erfolgreiche kommunale Wirtschaftsförderung unserer Städte, Gemeinden und des Landkreises soll damit gestärkt und ergänzt werden, nicht etwa ersetzt", so Reinhold Hilbers. Darüber hinaus richtet die N-Bank zur noch engeren Kooperation auch regionale Außenstellen ein. Die Eröffnung in Oldenburg ist für den 15. Juni 2004 vorgesehen.
Hauptschule Gildehaus, Haupt- und Realschule Emlichlicheim, sowie Hauptschule Deegfeld werden ab 01.08.2004 Ganztagsschulen
Nordhorn. Weitere 55 Ganztagsschulen können in Niedersachsen ihren Betrieb zum 1. August 2004 beginnen. Hierzu gehörten auch die Hauptschule Gildehaus, die Haupt- und Realschule Emlichlicheim, sowie die Hauptschule Deegfeld in Nordorn, teilten die CDU-Landtagsabgeordneten Friedrich Kethorn und Reinhold Hilbers mit. Das Schulzentrum am Deegfeld in Nordhorn wird dabei bereits einschließlich der Realschule in das Investitionsprogramm zur Einrichtung einer Ganztagsschule aufgenommen.
"Mit dem zusätzlichen Nachmittagsangebot wollen wir einen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von familiären Pflichten und beruflichen Tätigkeiten leisten", erklärte Friedrich Kethorn.
Die Ganztagsschule habe ihren Wert, in dem sie den Schülerinnen und Schülern zusätzliche und anspruchsvolle Wahlangebote biete und die Eltern bei ihrer Erziehungsaufgabe unterstütze.
Trotz der dramatischen Haushaltslage in Niedersachsen und der enormen Folgekosten für das zusätzliche Personal bei Ganztagsschulen werde die Landesregierung ihren Anteil an den zur Verfügung stehenden Fördermitteln des Bundes bis zum Jahre 2007 entsprechend den vorliegenden förderfähigen Anträgen in Anspruch nehmen, so Reinhold Hilbers abschließend.
CDU-Landtagsfraktionschef McAllister besuchte das Autohaus Tieck in Twist
Artikel der Meppener Tagespost vom 13.05.2004
Prominenten Besuch hatte das in der Gemeinde Twist ansässige Autohaus Tieck. David McAllister, Fraktionschef der CDU im Niedersächsischen Landtag, nahm seinen Aufenthalt im Emsland zum Anlass, den Betrieb eines mittelständischen "Autohändlers" kennen zu lernen.
Das Autohaus Tieck in Twist, vor 50 Jahren von Mechanikermeister Josef Tieck als Fahrrad-Reparaturwerkstatt auf einem Stück Ödland gegründet, hat eine interessante Vergangenheit: Der junge, damals noch nicht verheiratete Firmengründer nutzte die Werkstatt auch als Ausstellungsraum und als Schlafstätte. Sein einziger Mitarbeiter war Lehrling Abel Mäsker, der "seiner" Firma jahrzehntelang die Treue hielt. Im Jahre 1956, so berichtete der Juniorchef Bernhard Tieck, der seit zwölf Jahren den elterlichen Betrieb führt, dem Gast aus Hannover , habe man einen Laden, eine Wohnung und eine größere Reparaturwerkstatt gebaut "und zu den Fahrrädern noch Mofas in das Programm genommen". 1957 habe sein Vater die ersten legendären "Lloyds" verkauft und 1962 eine neue Werkstatt errichtet. Vor 23 Jahren habe das Autohaus einen Audi- und VW-Vertrag erhalten. Seitdem folgten in fast regelmäßigen Abständen Neu-, Um- und Ausbauten sowie eine ständige technische Modernisierung. Derzeit verfügt Tieck über eine Nutzfläche von 6500 Quadratmetern, beschäftigt 24 Mitarbeiter und bildet "Lehrlinge" aus.
Nicht ohne Stolz verwies Bernhard Tieck auf mehrere Auszeichnungen als "Partner des Jahres". Als Auszubildende in den Betrieben Mechatroniker, Büro- und Automobilkaufleute stellte man in der Regel junge Leute ein, "die wir als Schulpraktikanten kennen gelernt haben".
Der CDU-Kandidat für das Bürgermeisteramt, Reinhard Ahlers, erklärte, dass er im Falle einer Wahl in Twist eine Ausbildungsbörse für junge Leute gründen werde. David McAllister zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung des Unternehmens und bezeichnete es als ein Symbol für die den Emsländern eigene Zielstrebigkeit. Der gute Ruf emsländischer Kommunalpolitik – "die reden nicht, die handeln" – sei längst bis nach Hannover gedrungen.