Ländliche Räume nicht weiter vernachlässigen

Auf Vermittlung des CDU-Samtgemeindeverbandes Emlichheim-Hoogstede-Laar-Ringe besuchte Landtagskandidat Reinhold Hilbers am Mittwoch den Futterhersteller Raiffeisen-Grenzland in Laar.Gert Teunis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, erläuterte den Politikern die Entwicklung des Unternehmens in der fast 100-jährigen Geschichte und konnte über die jüngst gelungene Fusion in der Niedergrafschaft berichten. Fast 90 Mitarbeiter gehören der Firma mit den vielseitigen Betriebszweigen an, die auch in diesem Jahr mehrere Auszubildende einstellen wird. Laut Aussage von Teunis ist die Bewerberanzahl in den verschiedenen Ausbildungszweigen groß, bis auf die des "Müllers", der für dieses Unternehmen immer noch eine Bedeutung hat.

Teunis berichtete ebenfalls über geplante Investitionen an verschiedenen Standorten. Anhand von Plänen erklärte er auch Maßnahmen am Hauptstandort in Laar. Da für die Anlieferung der Rohstoffe neben der Straße auch der Wasserweg für das Unternehmen interessant ist, hat man die Fühler auch in die Niederlande ausgestreckt. Der im angrenzenden holländischen Coevorden entstandene Hafen hat das Interesse der Verantwortlichen geweckt und man befindet sich in Sondierungsgesprächen mit der Gemeente Coevorden über eine geplante Ansiedlung.

Teunis beklagte die unsichere Situation in der Landwirtschaft allgemein. Man werde sicherlich akzeptieren müssen, dass die Rahmenbedingungen in Brüssel gemacht werden. Es sei deshalb wichtig, dort mit kompetenten Politikern vertreten zu sein, aber auch Deutschland und speziell das Agrarland Niedersachsen brauche eine verlässliche Landwirtschaftspolitik. Teunis: "Ich würde gerne mit den Verantwortlichen von Betrieb zu Betrieb fahren, um die Qualität, den hohen Ausbildungsstand und die Motivation der jungen Landwirte in unserer Region zu zeigen". Sorge bereitet Teunis auch die noch ungeklärte Situation bezüglich der Erhöhung der Mehrwertsteuer in der Landwirtschaft.

Reinhold Hilbers zeigte sich beeindruckt von dem Leistungsspektrum des Unternehmens und bestätigte, dass die Landwirtschaft – nach der Autoindustrie – in Niedersachsen trotz des erheblichen Strukturwandels eine enorme Bedeutung hat und nach wie vor die tragende Säule des ländlichen Raumes sei. Die CDU Niedersachsen werde dafür eintreten, den ländlichen Raum besser zu machen.

Foto v.l.: Gerhard Trüün (CDU-Vorstand), Reinhold Hilbers, Gert Teunis (Geschäftsführer), Fritz Berends und Heinrich Duling (CDU-Vorstand)

"Schattenminister" Hans-Heinrich Ehlen diskutierte in Nordhorn mit Landwirten

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 28.01.2003
von Peter Zeiser

"Wir erwarten eine Menge von Ihnen", sagte der neue Vorsitzende des Agrarausschusses der Grafschafter CDU, Henning Lindschulte, zum "Schattenminister" seiner Partei in Niedersachsen, Hans-Heinrich Ehlen. "Sie sollten nicht bange sein, gegen Renate Künast anzugehen", gab Bauer Lindschulte aus Nordhorn dem CDU-Politiker aus dem Landkreis Rotenburg/Wümme mit auf den Weg.
Nordhorn. Mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Ehlen machte gestern Nachmittag ein weiteres Mal ein Mitglied aus dem "Kompetenzteam" von Oppositionsführer Christian Wulff eine Stippvisite in der Grafschaft. In der Gaststätte Rammelkamp sprach er vor rund 80 Zuhörern, hauptsächlich Landwirten, und stellte sich anschließend der Diskussion.
Die so genannte Agrarwende erzeuge mehr Frust als Lust. Die Landwirtschaft werde in "gute und böse" Betriebe gespalten, monierte zu Beginn Johann Diekjakobs, der gestern nach 13 Jahren das Amt des Vorsitzenden des Grafschafter CDU-Agrarausschusses abgab. Die Politik muss nach seinen Worten die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit die Bauern eine Perspektive haben.
Damit sprach Diekjakobs dem Referenten aus dem Herzen. "Politik für einen lebendigen ländlichen Raum", zitierte Ehlen das Motto der gestrigen Veranstaltung, beinhalte eine berechenbare Agrarpolitik. Die Bundesregierung mache sie nicht, weshalb die Landwirtsfamilien verunsichert seien. Mit der Berufung von Ministerin Künast habe sich Kanzler Schröder die "lästigen Bauern" selbst vom Halse halten wollen. Künasts Politik sei ideologisch geprägt. Den Bauern seien zu Unrecht viele Lasten auferlegt worden.
Vom Ziel, den ökologischen Landbau in den nächsten zehn Jahren auf 20 Prozent auszuweiten, sei die grüne Ministerin weit entfernt, wie Ehlen deutlich machte. Die Biolandwirtschaft hat nach seinen Worten bisher nur eine Marktlücke von gut zwei Prozent bedient. Was gekauft werde, entscheide der Verbraucher übers Portmonee und nicht die Ministerin. Auch wenn die Landwirte keine Schuld hätten an der negativen Entwicklung durch BSE, MKS oder den Nitrofen-Skandal, müssten sie sich den neuen Erfordernissen anpassen und mit guten Konzepten auf die Verbraucher zugehen. Richtig und notwendig sei deshalb etwa die Einführung des Qualitätssicherungssystems ("QS"). "Wir können es uns nicht leisten, diese Dinge nicht zu machen," sagte Ehlen. Dabei gehe es nicht darum, neue Absatzmärkte zu schaffen, sondern die alten Märkte zu sichern. Verbraucher und Erzeuger müssten noch mehr zusammengebracht, das Verständnis füreinander müsse noch mehr geweckt werden. Hier gebe es noch viel zu tun.
Stichwortig streifte der Agrarexperte noch eine Fülle weiterer Themen. So mahnte er eine Stärkung des ländlichen Raumes an, über deren Entwicklung die Menschen vor Ort, die Kommunen und Landkreise mehr als bisher selbst bestimmen können sollten. Bürokratie abbauen und Verwaltungen verschlanken, auch im Agrarbereich, und das Ausdünnen des Verordnungs- und Gesetzesdschungels lauteten weitere Forderungen.
Immer wieder ging es in der anschließenden Diskussion um die Auswirkungen der Vorschläge von EU-Agrarkommissar Fischler. Eine Lösung für das Problem, das auf die Stärkekartoffelerzeuger und hier vor allem auf die Emsland-Stärke in Emlichheim zukommt, wisse er auch nicht, sagte Ehlen. Auf jeden Fall könne auf Dauer nicht damit gerechnet werden, dass es bei der jetzigen Regelung bleibe. Auch wenn derzeit noch nichts entschieden sei, werde die EU ihren Weg "Weg vom Produkt und hin zur Fläche" weitergehen.
"Wir haben es satt, immer überplant und verplant zu werden. Man sollte die Landwirtschaft arbeiten lassen", machte ein Landwirt seinem Ärger Luft. CDU-Landtagskandidat Reinhold Hilbers, der ebenso wie Friedrich Kethorn Verbesserungen für den bäuerlichen Berufsstand anmahnte, stimmte ihm zu: " Die Landwirtschaft darf nicht zur Restgröße in der Planung werden." Henning Lindschulte vom Grafschafter CDU-Agrarausschuss kündigte an: "Wir werden unsere Interessen stark verteidigen. Wir sind gerne Landwirte und wollen es auch bleiben."

CDU: Sprachkurse wieder ausweiten

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 28.01.2003

Neuenhaus. "Es muss alles getan werden, um die Integration von Spätaussiedlern zu verbessern." Diese Forderung hat der parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eckart von Klaeden, in der vergangenen Woche beim Besuch eines Aussiedler-Projekts in Neuenhaus aufgestellt. Von Klaeden war auf Einladung des CDU-Landtagskandidaten Reinhold Hilbers Hilbers zu dem Informationsbesuch gekommen.
Mit dem hiesigen Bundestagsabgeordneten Hermann Kues und CDU-Kommunalpolitikern aus Neuenhaus besichtigten von Klaeden und Hilbers das so genannte Treffhaus, das seit einigen Monaten im früheren Feuerwehrhaus untergebracht ist. Die jungen Aussiedler haben die Räume mit geringer finanzieller Unterstützung der Stadt in Eigenregie für ihre Zwecke hergerichtet.
Seit mehreren Jahren ist Anatoli Raatz in Neuenhaus als "Streetworker" tätig. Er erläuterte den Gästen die vielfältigen Angebote für die Aussiedlerjugendlichen. 30 bis 40 Kinder, Jugendliche und Erwachsene besuchen nach Raaz’ Worten täglich an den Nachmittagen und Abenden das "Treffhaus". Raatz genießt bei allen, die mit seiner Arbeit zu tun haben, höchste Anerkennung. Sein Einsatz erleichtert Kindern und Jugendlichen die Eingewöhnung in die fremde und neue Umgebung. Er arbeitet dabei auch mit den Schulen in Neuenhaus und Nordhorn zusammen, so dass er insgesamt rund 200 Kinder und Jugendliche betreut.
Die CDU-Politiker zeigten sich beeindruckt vom Erfolg des Projekts in Neuenhaus, insbesondere von der großen Resonanz gerade bei den Jugendlichen. Mit Blick auf die aktuelle Zuwanderungsdebatte und die insbesondere auch im Bereich der Spätaussiedler bestehenden Integrationsdefizite vertraten die Unions-Politiker die Auffassung, dass für Spätaussiedler und ihre Familienangehörigen nach der Einreise wirksame Integrationsbemühungen unabdingbar seien.
Der Gast aus Berlin und Hilbers kritisierten in diesem Zusammenhang die Regelungen im Zuwanderungsgesetz zur Sprachförderung von Spätaussiedlern. So ist im Zuwanderungsgesetz vorgesehen, die Sprachförderung erheblich zu kürzen: Bei Erwachsenen sollen von der bisherigen 900-stündigen Sprachförderung 300 Stunden gestrichen werden. Jugendliche Spätaussiedler erhalten heute noch Integrationssprachkurse von bis zu 2000 Unterrichtsstunden.
Dieses Angebot sollte durch das Zuwanderungsgesetz, das die CDU/CSU mit einer Klage vorm Bundesverfassungsgericht zu Fall gebracht hatte, auf 600 Stunden, wie bei Erwachsenen, verringert werden. "Sprachförderung für Erwachsene und Jugendliche ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Integration. Diese Kürzungen sind angesichts der Integrationsprobleme gerade von jugendlichen Spätaussiedlern völlig verfehlt", so Hilbers abschließend.

"Ländlichen Raum stärken"

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 27.01.2003

Eine Stärkung des ländlichen Raumes und der Landwirtschaft fordern der CDU-Agrarexperte Heinrich-Wilhelm Ronsöhr und der Landtagskandidat Reinhold Hilbers. Die Politiker diskutierten in Lage mit über 40 Landwirten.
gn Lage. Auf Einladung des CDU-Landtagskandidaten Reinhold Hilbers war jüngst der Bundestagsabgeordnete Heinrich-Wilhelm Ronsöhr in Lage zu Gast. In einer Diskussionsveranstaltung mit über 40 Landwirten und Vertretern der vor- und nachgelagerten Bereiche übte Ronsöhr deutliche Kritik an der Landwirtschaftspolitik der rot-grünen Bundesregierung und der niedersächsischen Landesregierung.
Statt verlässliche Rahmenbedingungen für die Landwirte zu schaffen, werde durch immer mehr bürokratische Auflagen die Situation auf den Höfen verschlimmert, so der Bundestagsabgeordnete. In einem gemeinsamen EU-Markt müssten auch gleiche Wettbewerbsbedingungen für die Landwirte gelten. Stattdessen bemühe sich die Bundesregierung bei der Umsetzung von EU-Richtlinien darum, die Auflagen für die moderne Landwirtschaft besonders streng zu gestalten. Die Folge dieser Politik sei allerdings, so ergänzte Reinhold Hilbers, dass die Lebensmittel nicht mehr in Deutschland produziert würden, sondern aus dem Ausland importiert.
Die Zahl der landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetriebe sei landesweit seit 1990 um 40 Porzent zurückgegangen. Das Höfesterben gehe unvermindert weiter und in den Betrieben breite sich immer mehr Zukunftspessimismus aus. Die Investitionen in der Landwirtschaft seien – gerade auch aufgrund der Änderungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes – gegenüber dem Vorjahr um 78 Prozent zurückgegangen. Diese drei Milliarden Euro wären auch eine Hilfe für unsere Bauwirtschaft, so Ronsöhr.
Die Landwirtschaft sei nach der Automobilindustrie in Niedersachsen nach wie vor der zweitgrößte Wirtschaftszweig. Besonders bedrückend sei, dass erstmals in der Geschichte des Landes für die Jahre 2002 und 2003 Bundesmittel in Höhe von insgesamt 31 Millionen Euro verfielen, weil die Landesregierung sich weigere, die dafür erforderlichen Landesmittel in Höhe von 20 Millionen Euro gegenzufinanzieren. Dies sei ein Skandal, der auch bei anderen Bundesländern nur noch Kopfschütteln auslöse.
Besonders schlimm sei, dass die Landesregierung weitere Kürzungen für die Landwirtschaft beschlossen habe. "Diese agrarfeindliche Politik der SPD-Landesregierung wird durch das unverminderte Bemühen von Frau Künast verschärft, unsere Landwirtschaft in gute und böse Betriebe, nämlich in ökologisch wirtschaftende und modern nachhaltig wirtschaftende Betriebe zu spalten. Dieses unselige Gegeneinanderausspielen muss endlich aufhören", sagte Reinhold Hilbers. Deutschland und Niedersachsen bräuchten beide Bewirtschaftungsformen.

Deutliche Kritik an der Schulpolitk der Landesregierung

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 23. Januar 2003

mm/mb Emlichheim. Auf deutliche Kritik stieß die Schulpolitik der SPD-Landesregierung bei der Vizepräsidentin des Lehrerverbandes Niedersachsen, Christel Harendza. Die SPD habe ihr Schulgesetz "gegen den Widerstand aller in der Anhörung durchgeknüppelt". Christel Harendza sprach auf Einladung des CDU-Landtagskandidaten Reinhold Hilbers vor gut 50 Zuhörern im Saal Dreher in Emlichheim (Foto). Grundtenor der Ausführungen von Harendza, die die bereits öffentlich bekannte Kritik der Union an der SPD-Schulpolitik ausführlich darstellte, ist der Vorwurf, die Abschaffung der Orientierungsstufe und die Einführung der Förderstufe sei lediglich eine "Umettikettierung". Der SPD gehe es "letztendlich um die flächendeckende Einführung der Gesamtschule". Harendza kritisierte zudem eine "verfehlte Einstellungspolitik" des Landes, die zu einer "veralteten Lehrerschaft" geführt habe. In den nächsten Jahren würden 40 Prozent der Lehrer aus dem Dienst scheiden.
Der Arbeitskreis Schule der Grafschafter CDU konzentrierte sich unterdessen in einem GN-Gespräch auf die Vorteile des von der Niedersachsen-CDU geforderten dreigliedrigen Schulsystem. Ähnliches gebe es auch in SPD-regierten Bundesländern. Ein wichtiger Punkt sei hierbei die enge Bindung der Schüler an eine Schule durch eine längerfristige Zugehörigkeit. Eine Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Schulen müsse natürlich gewährleistet werden. Aus Sicht der Pädagogen müsse vor allem die Grundschule wieder Grundlage für mehr Wissen legen und die Hauptschule gestärkt werden mit einem auf eher praktische Unterrichtsinhalte ausgerichteten Fächerkanon. .

Friedbert Pflüger auf Einladung von Reinhold Hilbers in Lohne

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 23. Januar 2003

Die Pflege der Grünflächen in der Gemeinde Wietmarschen wird künftig von Mitarbeitern eines Projektes des Vereins Kolping Berufsbezogene Bildungsarbeit Diözese Osnabrück erledigt. Das kündigte Bürgermeister Alfons Eling am Rande eines Besuchs des bekannten CDU-Bundespolitikers Friedbert Pflüger in Lohne an.

mm Lohne. Der Verein Kolping Berufsbezogene Bildungsarbeit engagiert sich seit 15 Jahren in Lohne mit Projekten zur Wiedereingliederung von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt und zur Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen. So werden Textilien gefertigt, Schlossereiarbeiten gemacht und alte Fenster recycelt. Mitarbeiter der Projekte arbeiten auch die so genannten Weißgeräte auf. Das heißt: Ausrangierte Kochherde, Waschmaschinen und Kühlschränke werden wieder auf Vordermann gebracht und über die Sozialämter an Sozialhilfeempfänger ausgegeben.
Schwierig gestaltet sich die Projektarbeit durch den häufig wechselnden Teilnehmerkreis und durch Probleme, die die Arbeitslosen zusätzlich belasten. So müssen sich die Mitarbeiter des Kolpingprojektes in Einzelfällen gemeinsam mit sozialen Kooperationspartnern um die Bekämpfung von Suchtkrankheiten und um die Sanierung von überschuldeten Haushalten kümmern. Zu den Aufgaben der Kolping-Mitarbeiter gehört dann auch die Unterstützung bei der Suche nach einem Arbeitsplatz. Hans-Hermann Hunfeld, der die Projekte für den Kolping koordiniert, betont die gute Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt Nordhorn. Der Träger des Projektes erzielt mit der Arbeit der Teilnehmer inzwischen auch Erlöse, doch ohne Zuschüsse müsste der Kolping in Lohne die Türen schließen.
Bürgermeister Alfons Eling freut sich nach eigenem Bekunden darüber, dass das Kolping-Projekt seit 15 Jahren erfolgreich in der Gemeinde angesiedelt ist. Die Gemeinde kann nach Darstellung des Bürgermeisters keine direkten Zuschüsse geben. Doch mit der Auftragsvergabe zur Pflege der Grünflächen, die erst nach einer Ausschreibung erfolgt sei, unterstütze man das Projekt auf eine andere Art und Weise. Hans-Hermann Hunfeld freut sich nach eigener Darstellung mehr über einen Auftrag, mit dem das Projekt Erlöse erzielen kann, als über einen Zuschuss.
Der Lohner CDU-Vorsitzende und Landtagskandidat seiner Partei, Reinhold Hilbers, hatte den stellvertretenden CDU-Landesvorsitzenden und bekannten Bundespolitiker Friedbert Pflüger zum Kennenlernen des Kolping-Werkstattprojektes nach Lohne eingeladen. Ziel war es, so Hilbers, dem Bundespolitiker deutlich zu machen, dass bei aller Notwendigkeit von Reformen des Arbeitsmarktes nicht vergessen werden dürfe, dass es Gruppen von Arbeitslosen gebe, die eine besondere Förderung benötigten. Hans-Hermann Hunfeld befürchtet, dass in der aktuellen Diskussion der so genannte zweite Arbeitsmarkt "nicht so sehr gemocht wird".
Friedbert Pflüger zeigte sich nach der Vorstellung des Werkstatt-Projekte sehr beeindruckt. "Diese Arbeit halte ich für ganz wichtig", sagte der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende.

Chat-Nacht der CDU-Landtagskandidaten Reinhold Hilbers und Friedrich Kethorn

Die beiden CDU-Landtagskandidaten Reinhold Hilbers und Friedrich Kethorn stellen sich am kommenden Freitag, dem 24. Januar 2003 ab 21.00 Uhr in einer Chat-Nacht den Fragen interessierter Bürgerinnen und Bürger. Jeder Internetnutzer hat dann die Möglichkeit mit den CDU-Landtagskandidaten öffentlich zu diskutieren.
Den Link zum Chat finden Sie oben in der Navigationsleiste.

CDA-Bundesvorsitzender Arentz kritisiert rot-grüne Politik in Bund und Land

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 22. Januar 2003

how Nordhorn. Der Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (Sozialausschüsse der CDU), Hermann-Josef Arentz aus Köln, hat die Politik der niedersächsischen Landesregierung, vor allem aber der Bundesregierung in Berlin heftig kritisiert. Während einer Podiumsdiskussion der Grafschafter CDU zur Arbeitsmarktpolitik sagte der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete: "Was die Bundesregierung entwickelt, ist ein Programm gegen Arbeit in Deutschland", wetterte der Unionspolitiker.
Die Probleme auf dem Arbeitsmarkt sind nach Ansicht von Arentz nicht nur an Zahlen festzumachen, sondern sie spiegeln sich auch in der Qualität wieder. "Wir verzeichnen eine massive Zunahme von arbeitslosen Akademikern. Die Arbeitslosigkeit ist nicht mehr nur ein Problem in der Industrie, sie frisst sich in mittelständische Strukturen."
Seine Forderung an die Parteifreunde in Niedersachsen: "Wir müssen als Union deutlich machen, dass wir die richtigen Antworten auf die drängenden Probleme haben." Er forderte unter anderem eine Steuerpolitik, die Kapital- und Aktiengesellschaften nicht übervorteilt, sowie eine Senkung der Lohnnebenkosten. Ein von ihm favorisiertes Mittel: eine intelligente Tarifpolitik. "Wenn man sich auf nur geringe Lohnsteigerungen einigen könnte, im Gegenzug aber die steuerliche Belastung sinkt, dann haben die Arbeitnehmer netto mehr in der Tasche", meinte Arentz.
Unmittelbar mit arbeitmarktpolitischen Fragen hängt nach Ansicht des Kölners auch die Bildungspolitik zusammen. Er wünscht sich eine "Pflicht zum lebenslangen Lernen, um arbeitsfähig zu bleiben. Denn: Lieber eine Weiterbildung mit 55 Jahren als eine Rente mit 55." Hermann-Josef Arentz sprach vor den rund 20 Zuhörern in der Gaststätte Deters von einem "menschenverachtenden Umgang mit Älteren auf dem Arbeitsmarkt" und forderte eine Umkehr der Sichtweise. Immerhin könnte nach seinen Berechnungen der Rentenbeitrag um einen Prozentpunkt gesenkt werden, wenn die Lebensarbeitszeit um ein Jahr verlängert würde. "Es geht darum, später aufzuhören, aber auch, früher in den Beruf einzusteigen."

Naturschutzstiftung als Modell für

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 21. Januar 2003

Nordhorn. Modernes Flächenmanagement, wie es in der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim seit 1999 praktiziert wird, war am vergangenen Donnerstag Thema einer Wahlkampfveranstaltung des CDU-Landtagskandidaten Reinhold Hilbers mit "Schattenminister" Lutz Stratmann, der im Fall eines Wahlsiegs der Christdemokraten in Niedersachsen für die Bereiche Umwelt und Europa die Verantwortung übernehmen soll.
Bei der Veranstaltung im Kreishaus informierten der Erste Kreisrat Hans-Werner Schwarz sowie die Geschäftsführer der Stiftung, Hartmut Schrap und Paul Uphaus, über die Entstehungsgeschichte, Arbeit und Entwicklung der Naturschutzstiftung. Hans-Werner Schwarz erläuterte, dass die Stiftung zur Verbesserung des Standortes Grafschaft Bentheim (Wirtschaftsförderung bei gleichzeitig verbessertem Naturschutz) gegründet wurde. Vereinfachte Genehmigungs- und Planfeststellungsverfahren und ein im Sinne des Naturschutzes effektiver Einsatz von Ersatzmaßnahmen, seien die Ziele der Naturschutzstiftung. Von einer erfreulichen Entwicklung der Stiftung berichtete Geschäftsführer Hartmut Schrap. In gut drei Jahren sei es gelungen, das Stiftungsvermögen auf über 200 Hektar (angefangen wurde im Jahr 1999 mit rund 20 Hektar) zu erweitern. Paul Uphaus machte deutlich, dass neben der guten Zusammenarbeit mit Naturschützern die Kooperation mit der Landwirtschaft die Pflege und Betreuung der Flächen garantiere. Fast drei Viertel der Stiftungsflächen werden von Landwirten im Rahmen des Vertragsnaturschutzes extensiv bewirtschaftet.
Lutz Stratmann zeigte sich beeindruckt. Die seines Wissens landesweit einmalige Kombination von Naturschutz und Wirtschaftsförderung habe Modellcharakter für ganz Niedersachsen. Reinhold Hilbers wies ergänzend darauf hin, dass das Projekt Naturschutzstiftung für den Landkreis keine zusätzlichen Kosten verursache. Im Gegenteil: Durch diese Art des Flächenmanagements könnten Synergieeffekte genutzt und strukturelle Entwicklungen in Gang gesetzt worden.

"Der Wahlkampf ist für mich die schönste Jahreszeit"

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 18.01.2003
von Daniel Klause

Lohne. Eigentlich könnte sich Reinhold Hilbers zurücklehnen und in Ruhe das Ergebnis der Landtagswahl abwarten. 23 Prozent Vorsprung für die CDU umgerechnet auf seinen Wahlkreis Emlichheim bei der vorigen Landtagswahl sind ein beruhigender Vorsprung. Doch auf die Idee käme Hilbers nie. "Der Wahlkampf ist für mich die schönste Jahreszeit, weil man mit unwahrscheinlich vielen Menschen ins Gespräch kommt", sagt der 38-Jährige, der bereits seit November unentwegt durch die sechs Gemeinden seines Wahlkreises tourt. "Für jedes politische Ziel muss man kämpfen und die Leute von neuem von der eigenen Person überzeugen."
Neben dem Werben in eigener Sache kämpft Hilbers darum, dass die Menschen die Politiker wieder ernst nehmen. Der Erfolg von Elmar Brandts "Steuer-Song" ist für ihn ein Beweis dafür, dass immer weniger Menschen glauben, dass Politiker ehrlich meinen, was sie sagen. "Immer weniger trauen uns zu, Probleme lösen zu können."
Außerdem glaubt der Christdemokrat, dass seine Partei noch nie eine so gute Chance gehabt habe wie jetzt, den Wechsel im Land zu schaffen. "Und der Wechsel in Hannover wäre auch ein deutliches Signal nach Berlin", hofft Hilbers, der deshalb bis zum letzten Tag um jede Stimme kämpfen will. Polemik gehört für ihn dabei dazu – Hilbers nennt das jedoch lieber Zuspitzung. "Man muss plakativ darstellen, wofür der Kandidat Hilbers und die CDU stehen, und gelegentlich muss man sich auch zur Wehr setzen", meint der Christdemokrat.
Dass er dabei nicht nur von sich selbst sondern auch von seinen Parteikollegen viel abverlangt, nimmt er bewusst in Kauf. "Politik sollte dynamisch bleiben und diskutiert werden, damit sie besser wird", sagt Hilbers und so handelt er auch, seitdem er im Alter von 15 Jahren in die Junge Union eintrat. "Wir wollten der Motor der CDU in Wietmarschen sein und haben aktiv in der Kommunalpolitik mitgearbeitet." Den Schwung seiner Anfangsjahre hat er sich bis heute bewahrt, wenn er etwa vor Tankstellen Flugblätter gegen Steuererhöhungen an Autofahrer verteilt.
Mit seinem politischen Engagement knüpft Hilbers nahtlos an seine Vergangenheit in der kirchlichen Jugendarbeit in seinem Heimatort Lohne an. Schon als Jugendlicher übernahm er die Organisation von Zeltlagern, des Jugendkellers im Pfarrheim und des Open airs. Nach Realschule und Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann machte er das Abitur an der Fachoberschule Lingen nach und begann ein Betriebswirtschaftsstudium an der Fachhochschule Osnabrück. 1986, mit 21 Jahren, erhielt er erstmals ein Mandat für den Gemeinderat, 1991 zog er in den Kreistag ein.
Gleichzeitig arbeitete Hilbers beständig an seiner Parteikarriere. Er übernahm, allerdings erst nach einigem Zureden, den Vorsitz der CDU-Lohne, dann den Posten des stellvertretenden Kreisvorsitzenden. Von 1994 bis 1998 war er stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union. Außerdem sitzt er im Bezirksvorstand der CDU und arbeitet im Landesfachausschuss Wirtschaft und Verkehr mit. Hilbers nutzte die Tätigkeiten, um Kontakte zu knüpfen. Mit vielen Landes- und Bundespolitikern ist er per Du.
Sein Denken und Handeln folge einem festen Koordinatensystem: dem christlichen Menschenbild, das der gebürtige Lohner in seinem Elternhaus kennen lernte. Später kam die Überzeugung hinzu, "den Roten etwas entgegen setzen zu müssen". Als er in die Junge Union eintrat, ging die Schmidt-Ära mit hoher Arbeitslosigkeit, Verschuldung und Inflation gerade zu Ende. Der Ansatz der CDU: "Runter mit den Steuern. Der Staat soll nur so viel tun, wie er unbedingt muss", habe ihn begeistert. Heute sei die Situation dieselbe. Fasziniert hätten ihn auch die europäische Einigung und die Ausdauer, mit der Helmut Kohl den Euro durchgesetzt habe. Dennoch sind die Finanzen Hilbers Lieblingsthema – in seinem früheren Beruf als Kundenberater bei der Volksbank Lingen und seit 1999 als Verwaltungsleiter der Lebenshilfe in Nordhorn wie auch in der Kommunalpolitik.
Dass er in seinem Wahlkreis um jede Stimme kämpft, hat noch einen weiteren Grund: Ein gutes Erststimmen-Ergebnis verleiht Gewicht in der innerparteilichen Diskussion. Und Hilbers will sich Gehör verschaffen, wenn es um die wichtigen Fragen geht, die die Menschen in seinem Wahlkreis betreffen. Er will in Hannover mitreden und mitentscheiden. "Dazu gehört auch die Übernahme von Ämtern, wenn sie an einen herangetragen werden."