Staatssekretär Heiner Pott empfiehlt klares Bekenntnis zur „Gesundheitsregion“

In Lohne wurde ausgiebig zur Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum diskutiert: Der Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers und der Lohner CDU-Vorsitzende Manfred Wellen hatten mit dem Staatssekretär des Sozialministeriums Heiner Pott einen Experten auf diesem Gebiet geladen. Sowohl das anwesende Fachpublikum als auch die interessierten Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit zum regen Informationsaustausch.

Reinhold Hilbers führte in das Thema ein und wies darauf hin, dass man sich in der Grafschaft frühzeitig mit dem Thema Ärzteversorgung im ländlichen Raum beschäftigt habe. Seit Jahren gäbe es zur Förderung der Ärztenachfolge einen Titel im Kreishaushalt. Die Euregio-Klinik sei seit Jahren Akademisches Lehrkrankenhaus, was junge Ärzte in die Grafschaft bringe. Darüber hinaus sei man in der Grafschaft die Krankenhausfusion aktiv angegangen und habe heute eine wirtschaftliche überlebensfähige Größe. Das Land habe hier mit insgesamt 40 Millionen Euro an Fördermitteln umfassend unterstützt " insgesamt in Niedersachsen in den letzten 9 Jahren rund 1 Mrd. Euro in die Krankenhausinfrastruktur investiert. Die Ärzteversorgung in der Grafschaft sei noch gut, er plädiere aber für eine Aufgabe des sektoralen Denkens in festgelegten Strukturen.

 

Staatssekretär Heiner Pott stellte in seinem Vortrag die Vielschichtigkeit der Probleme dar. Zentrales Thema sei, dass es keine zentrale Verantwortlichkeit an einer Stelle zur Gesundheitsversorgung gäbe. Die Krankenhausplanung obliege dem Land, um die ambulante Versorgung kümmere sich die kassenärztliche Vereinigung und bezüglich der Pflege bestünden Verträge zwischen Trägern und Krankenkassen. Mangels eindeutiger Zuständigkeit erfolge auch keine eindeutige Steuerung bzw. Planung. Das Land habe hier zwischenzeitlich reagiert: Alle Verantwortlichen seien zusammengerufen worden, um die zukünftigen Strukturen zu besprechen. „Die Herausforderungen des demographischen Wandels und der damit verbundenen drastischen Anstiege von Patienten und pflegebedürftigen Personen macht eine integrierte Bedarfsplanung erforderlich“, beschrieb Heiner Pott die augenblickliche Situation. Noch mehr als jetzt werde in der Zukunft die Gesundheitsinfrastruktur einer Region zu einem entscheidenden Faktor. Er forderte die Landkreise auf, diese Herausforderung anzunehmen und sich nach dem Vorbild des Landes ebenfalls um Gesprächskreise mit den verantwortlichen Personen zu bemühen und die „Gesundheitsregion Landkreis“ mit der entsprechenden Strukturpolitik voranzubringen.

Einig waren sich alle Anwesenden: Alle Beteiligten müssen zusammenarbeiten um für die zukünftigen Aufgaben im Gesundheitswesen gerüstet zu sein " und ohne Prävention und Eigenverantwortung der Patientinnen und Patienten werde man in Zukunft nicht auskommen können.

„Wir sind in Niedersachen und in der Grafschaft auf einem guten Weg, um die Gesundheitsversorgung dauerhaft zu sichern“, resümierte der Grafschafter Abgeordnete Hilbers abschließend.

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