Der Flughafen in Twente ist nicht notwendig

Die Ausbaupläne für den Flughafen in der Twente erfordern ein entschiedenes Vorgehen, erklärte gestern Reinhold Hilbers. Der Grafschafter CDU-Landtagsabgeordnete hat sich bereits an das niedersächsische Wirtschaftsministerium und das Ministerium für den Ländlichen Raum gewandt, um die Möglichkeiten der Einflussnahme auszuloten. „Der Flugplätz in der Twente ist aus strukturpolitischer Sicht nicht notwendig, eine Erschließung des Raumes erfolgt bestens über den Flughafen Münster-Osnabrück (FMO). Dies ist eine raumordnerische Frage, die auch länderübergreifend zu beantworten ist“, stellt Reinhold Hilbers fest. Zudem sei die Ausweisung des Flughafens mit der touristischen Entwicklung in Bad Bentheim und der Grafschaft nicht zu vereinbaren.

Hauptsächlich betroffen von einem möglichen Ausbau des Militärflughafens Twente zu einem zivilen Flughafen, was den wirtschaftlichen Aspekt anbetrifft, ist der in Nordrhein-Westfalen gelegene Flughafen Münster/Osnabrück (FMO). Er liegt weniger als 40 Kilometer von Twente entfernt. Daher stelle sich die Frage, ob eine solche Maßnahme Sinn mache und sich diese beiden Flughäfen bei den Passagierzahlen kannibalisierten. „Die Landesregierung teilt hier die Bedenken des FMO“, sagt Reinhold Hilbers. Darüber hinaus seien massive Lärmbelästigungen für große Teile der Grafschaft zu erwarten. Dazu Hilbers: „Um weitere Fluglärmbelästigungen vor Ort zu verhindern, müssen wir so früh wie möglich intervenieren.“

Er erwarte, dass von einer Beteiligung der niedersächsischen Behörden durch die niederländischen Behörden auszugehen sei: „Spätestens im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) " sollte sie denn kommen " wären in einer europarechtlich vorgegebenen ,grenzüberschreitenden‘ Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung auch die betroffene deutsche Öffentlichkeit wie auch die deutschen Träger öffentlicher Belange zu beteiligen.“ Hilbers hat die Landesregierung gebeten, die Möglichkeiten der Einflussnahme aufzuzeigen und wahrzunehmen.