Grafschafter CDU entwickelt zum Auftakt ihrer Sommerradtour neue Ideen zur Missbrauchsprävention

img_3994Die Sommertour der Grafschafter CDU und des Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers startete heute in der Obergrafschaft. Bei ihrem Besuch im Eylarduswerk in Gildehaus diskutierten die Teilnehmer über Möglichkeiten, benachteiligten Jugendlichen neue Perspektiven zu eröffnen. Es entstand auch die Idee, um Missbrauchsfälle wie auf Ameland besser erkennen zu können, Jugendgruppenleiter noch besser zu sensibilisieren.

Heute begann die traditionelle Sommerradtour der Grafschafter CDU voller Freude über schönes Wetter, rege Beteiligung und entspannte Stimmung. Zunächst führte die Gildehauserin Helena Hoon die über 30 Teilnehmer in die evangelisch reformierte Kirche in Gildehaus, die sich dort von Pastor Kortmann die Geschichte und Besonderheiten des Gebäudes und der Gemeinde erläutern ließen.

Der pädagogische Vorstand Detlev Krause und der therapeutische Leiter Klaus ter Horst stellten anschließend die umfassende Arbeit des Eylarduswerks vor. So werden ca. 650 junge Menschen von rund 300 Mitarbeitern des Eylarduswerks betreut. Hilbers zeigte sich überzeugt: „Einrichtungen wie das Eylarduswerk sorgen dafür, dass jungen Menschen in scheinbar ausweglosen Situation und schwierigen Verhältnissen neue Lebensperspektiven eröffnet werden.“ Insbesondere wisse die Grafschafter CDU diese Arbeit zu schätzen, wenn sie von freien Trägern geleistet werde: „Das führt nicht nur zu mehr Wettbewerb und damit zu mehr Qualität " es ermöglicht auch engagierte Ehrenamtliche in besonderem Maße einzubeziehen.“

Diskutiert wurden auch weitere und engere Kooperationsmöglichkeiten zwischen dem Eylarduswerk und der Kinder- und Jugendpsychiartie in der Euregioklinik.

Doch brachte die Diskussion auch ein hoch sensibles und zugleich hoch bedeutsames Thema auf die Tagesordnung der Grafschafter CDU-Mitglieder. So wurden Wege der Missbrauchsprävention und die erschreckenden jüngsten Missbrauchsfälle in Feriencamps auf Ameland diskutiert. Dabei entwickelte der CDU-Kreisvorsitzende Reinhold Hilbers die Idee in einer Kooperation zwischen Landkreis und der zum Eylarduswerk gehörenden Beratungsstelle Hobbit (Berataungsstelle für Betroffene von sexueller Gewalt in Nordhorn) neue Kurse anzubieten, die Betreuer besser trainieren, Missbrauchsfälle zu erkennen und bei Verdacht die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Eine solche Schulung könnte nach Vorstellung der Grafschafter CDU die Kurse zum Erlangen der Jugendgruppenleiter-Card ergänzen. „Ich werde diese Vorschläge mit in die CDU-Fraktion nehmen“, versicherte Reinhold Hilbers, der zugleich auch Fraktionsvorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion ist. Diese werde das Thema in absehbarer Zeit in den Jugendhilfeausschuss einbringen.

Darauffolgend radelte die Gruppe nach Bentheim um sich dort einen Eindruck von den Renovierungsarbeiten an der evangelisch reformierten Kirche zu machen. Wie der freie Architekt Horst Jäkel den CDU-Mitgliedern erklärte, befindet sich momentan der zweite Bauabschnitt in Arbeit. Mit diesem werden die Nord- und Südseite, sowie die Westfassade der Kirche saniert. Diese Sanierung wird auch durch Mittel des Landes in Höhe von 20.000 Euro und vom Bund in Höhe von 40.000 Euro finanziert, für die sich der CDU-Kreisvorsitzende und Grafschafter Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers in Hannover stark gemacht hatte. Dafür bedanke sich auch die Pastorin Parschat bei Reinhold Hilbers. „Ich habe mich dafür stark gemacht, dass die Sanierung der Kirche auch aus Mitteln des Landes finanziert wird, weil die Kriche für mich eine identitätsstiftenden Bedeutung hat“, erklärt dieser und ergänzt, dass es ihm auch darum gehe, in einer dem stetigen Wandel unterliegenden Zeit dazu beizutragen, das Prägende zu erhalten.

Im Anschluss besuchte die Gruppe um ihren Kreisvorsitzenden Reinhold Hilbers die Firma Stemmann Technik GmbH an ihrem neuen Standort an der Niedersachsenstraße in Schüttorf. Der Hersteller von Energie- und Datentransfertechnik schafften und erhielten hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Grafschaft, erklärte Hilbers. „Nur wenn wir dauerhaft auch solche Arbeitsplätze vorhalten können, wird es uns in der Grafschaft gelingen, den demographischen Wandel zu gestalten“, ist er sich sicher. Dabei hält er die Firma Stemmann für einen Botschafter der Grafschafter Unternehmerkultur.

Bei der abschließenden Stadtführung durch die historische Altstadt von Schüttorf dankte Reinhold Hilbers den Mitgliedern der Grafschafter CDU für die rege Beteiligung.

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