Das REKO-Projekt zur Koordinierung in der Pflege in der Grafschaft Bentheim wird gefördert. Wie das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung dem Grafschafter CDU-Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers mitteilt, sind die Bescheide für die Landkreise Grafschaft Bentheim und Emsland Anfang dieser Woche versandt worden.
„Das ist eine ausgesprochen gute Nachricht für die Pflege in unserer Region“, freut sich Hilbers. „Pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen brauchen im Alltag verlässliche Beratung und eine gute Koordinierung der Hilfen. Genau das leistet dieses Projekt – und deshalb habe ich mich dafür eingesetzt, dass es weitergehen kann.“
Im Kern des Modellvorhabens steht ein Case- und Care-Management: Pflegeleistungen werden besser aufeinander abgestimmt und gesteuert, Betroffene und ihre Familien werden beraten und begleitet. Gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen sind solche Unterstützungsstrukturen von großer Bedeutung, weil sie den Menschen lange Wege und viel Suchen ersparen.
Hilbers hatte sich im April an Sozialminister Dr. Andreas Philippi gewandt und um eine baldige und wohlwollende Entscheidung gebeten. Hintergrund war der erhebliche Zeitdruck vor Ort: Die Fachkräfte im Projekt arbeiten auf befristeten Verträgen und benötigten dringend Klarheit über ihre berufliche Zukunft. „Uns liefen die Arbeitsverträge davon“, so Hilbers. „Wenn erfahrene Fachkräfte abgesprungen wären, hätte man das Vorhaben nur schwer neu aufsetzen können. Dass diese Sorge jetzt vom Tisch ist, ist ein großer Gewinn.“
Zugleich merkt der Abgeordnete kritisch an, dass das Verfahren zu lange gedauert habe: „Zwischen der abgeschlossenen Prüfung durch Land und Pflegekassen und dem Bescheid liegen Monate. Für ein Projekt, das erkennbar gebraucht wird und fachlich unbestritten ist, muss so etwas schneller gehen. Wer gute Strukturen in der Pflege will, darf sie nicht durch lange Entscheidungswege gefährden.“
Nun komme es darauf an, zügig in die Umsetzung zu kommen: „Ich danke allen, die das Projekt in der Grafschaft vorangetrieben haben – im Landkreis, in der Gesundheitsregion und bei den beteiligten Einrichtungen. Jetzt kann die Arbeit ohne Unsicherheit weitergehen. Ich werde weiter darauf achten, dass die Erfahrungen aus unserem Modellvorhaben in eine dauerhafte Lösung münden“, so Hilbers abschließend.