Grundsätzlich Zustimmung des Kultusministeriums zur mobilen Unterstützung von förderbedürftigen Schülern

„Grafschafter Beratungs- und Unterstützungssystem für Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung im Landkreis Grafschaft Bentheim“ lautet der Titel eines Konzepts, das die Kreisverwaltung und beteiligte Schulen erarbeitet haben , um Lehrerinnen und Lehrer zu beraten, möglichst frühzeitig Hilfen und Unterstützung zu geben. Die Eylardusschule ist als freie Schule in das Konzept eingebunden und hat an der Erarbeitung mitgewirkt.
In einem vom Grafschafter Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers vermittelten Gesprächstermin in Hannover, an dem auch die Fachbereichsleiterin Frau Gülker-Alsmeier vom Landkreis teilnahm, sagte der Staatssekretär aus dem Kultusministerium, Dr. Stefan Prowohl, die grundsätzliche Unterstützung für das Konzept zu. Einige Details über die genauen Ressourcen sind noch zu klären. Dazu wurden weitere Gesprächstermine vereinbart. Aber Reinhold Hilbers und die Fachbereichsleiterin für Familie und Bildung in der Kreisverwaltung, Frau Gülker-Alsmeier, haben bereits eine positive Resonanz aus dem Kultusministerium erhalten. „Dank der hervorragenden Vorarbeit ist es nun gelungen, für das Projekt grünes Licht aus Kultusministerium in Hannover zu erhalten“, freut sich Hilbers und verbindet damit einen Dank an die am Konzept Beteiligten für die kompetente Arbeit.
Die stetig ansteigende Zahl von Schülerinnen und Schülern mit erhöhtem Förderbedarf und sonderpädagogischem Förderbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung erfordere neue Konzepte der Zusammenarbeit von Schule, Jugendhilfe und Elternhaus. Dabei werde das unter dem Arbeitstitel GraBUS entwickelte Konzept den Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht. Durch ein vernetztes Beratungssystem von Förderschullehrkräften und Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen der Eylardus-Schule, der jeweils regional zuständigen Förderzentren und gegebenenfalls Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des allgemeinen sozialen Dienstes der Jugendhilfe werden die bereits vorhandenen sonderpädagogischen Unterstützungssysteme durch GraBUS ergänzt. Bei dem Konzept von GraBUS als mobile Unterstützung wird gewährleistetet, dass Schülerinnen und Schüler möglichst in ihrer vertrauten Umgebung bleiben, ihre positiven Eigenschaften stärken und erweitern und befähigt werden, den schulischen Anforderungen vor Ort wieder gerecht zu werden.
Bei GraBUS sollen betroffene Kinder gefördert werden durch:
• systemische Beratung zur Stärkung der Kompetenzen von Lehrerinnen und Lehrern und der Erziehungsberechtigten im Umgang mit Auffälligkeiten im emotional-sozialen Bereich
• Moderation kooperationsfördernder Gespräche zwischen Schule, Familie, Helfersystemen der Jugendhilfe und ggf. weiteren Institutionen
• Teilnahme zum Beispiel an Elternabenden, Dienstbesprechungen, Konferenzen
• Auf- und Ausbau von Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen innerhalb der Region (z.B. mit dem Jugendamt, der Erziehungsberatung, den Trä- gern der Jugendhilfe)

„Fördern ist Grundprinzip pädagogischen Handelns, Ausgangspunkt und Kernaufgabe von Unterricht und Erziehung in der Schule“, erklärt Reinhold Hilbers. Mit dem neuen Konzept würde eine Förderung bereits bei ersten Anzeichen einsetzen, ohne dass Eltern oder Kinder Angst vor einer Umschulung in eine Förderschule haben müssten. „Damit wird die Schwelle, Fachberatung in Anspruch zu nehmen weiter gesenkt und den Kindern frühzeitig geholfen“, meint Hilbers. Darum habe er sich gerne für das Projekt eingesetzt und Gespräche mit dem Kultusministerium in Hannover geführt.