Nachdem die Region „NetZero Nordwest Deutschland“ auf Grundlage des europäischen Net-Zero Industry Act inzwischen offiziell als Net-Zero Valley anerkannt worden ist, erneuert der Grafschafter CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers seine Forderung, den Landkreis Grafschaft Bentheim in dieses Netzwerk aufzunehmen. Dies hat die Landesregierung auch grundsätzlich zugesagt. Hilbers hat sich dazu erneut mit einem Schreiben an den Niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies gewandt.
„Die Grafschaft Bentheim ist ein wirtschaftsstarker und zukunftsorientierter Teil der Ems-Achse. Es ist nicht nachvollziehbar, dass ausgerechnet unser Landkreis bei einem so wichtigen Zukunftsprojekt von der Landesregierung außen vor gelassen wird, während die Regionen Weser-Ems einbezogen sind“, erklärt Hilbers. Wenn eine ganze Wachstumsregion Teil des Net-Zero Valley werde, dürfe ein aktiver Partner im Verbund der Ems-Achse nicht ausgeklammert werden. Andernfalls entstünden ungleiche Partner in einem eigentlich zusammenhängenden Wirtschaftsraum.
Hilbers hatte die Nichtberücksichtigung der Grafschaft bereits im vergangenen Jahr kritisiert. Er erinnert nun daran, dass eine spätere Einbeziehung ausdrücklich in Aussicht gestellt worden sei: Der frühere Wirtschaftsminister und heutige Ministerpräsident Olaf Lies habe zugesagt, die Grafschaft Bentheim nachträglich einzubeziehen, sobald die europäische Anerkennung vorliege. „Diese Voraussetzung ist nun erfüllt. Deshalb erwarte ich, dass der Ministerpräsident sein Wort einlöst und die Grafschaft Bentheim jetzt zügig aufgenommen wird“, so Hilbers.
Aus Sicht von Hilbers geht es dabei um handfeste Standortvorteile. Regionen innerhalb eines Net-Zero Valley profitieren von beschleunigten Genehmigungsverfahren, einem besseren Zugang zu Fördermitteln und einer größeren Sichtbarkeit als Vorzeigeregion. „Genau solche Impulse brauchen wir, um in der Grafschaft mehr Dynamik und Innovation zu ermöglichen. Schnellere Verfahren und ein leichterer Zugang zu Förderungen helfen unseren Unternehmen bei Investitionen, bei der industriellen Transformation und beim Aufbau neuer Wertschöpfung â€" und damit bei der Sicherung guter Arbeitsplätze vor Ort“, betont Hilbers. Auch in der Grafschaft gebe es zahlreiche Anknüpfungspunkte für Projekte der klimafreundlichen Transformation und engagierte Akteure, die diese Chancen nutzen wollten.
Hilbers macht deutlich, dass er am Thema dranbleiben werde: „Die Grafschaft Bentheim darf bei dieser wichtigen Zukunftsentscheidung nicht dauerhaft das Nachsehen haben. Ich erwarte von der Landesregierung, dass sie die zugesagte Einbeziehung nun konsequent umsetzt. Für unsere Region geht es um die Teilhabe an einer wirtschaftlichen Zukunftsvision für den gesamten Nordwesten.“ Er werde die weitere Entwicklung aufmerksam begleiten und sich weiterhin für eine gleichberechtigte Einbindung der Grafschaft Bentheim einsetzen.