Hilbers und Thiele: Mit frischen Ideen die Energiewende meistern

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"Um die Engeriewende zu meistern, brauchen wir frische Ideen", sagte der Grafschafter CDU-Landtagsabgordnete Reinhold Hilbers, als er vergangene Woche den Generalsekretär der CDU in Niedersachsen Ulf Thiele in Emlichheim auf der Baustelle des Strohheizkraftwerks begrüßen durfte. Hilbers hatte Thiele eingeladen, sich mit ihm einen Eindruck über die Baufortschritte beim ersten Strohheizkraftwerk Deutschlands zu machen. Das Kraftwerk wird als erstes in Deutschland aus Stroh elelktrische Energie und Wärme produzieren. Die Wärme wird an die Emslandstärke abgegeben, die kontinuierlich Prozesswärme benötigt und zugleich in ein Nahwärmenetz eingespreißt. Mit dieser Kombination erreicht das Strohheizkraftwerk einen Wirkungsgrad von weit über 90 Prozent.

Stroh als Reststoff aus der Landwirtschaft wird bislang kaum energetisch genutzt. "Die innovative Technik des geplanten Bioenergiekraftwerks wird das Potential dieser Biomasse erstmals in größerem Umfang erschließen.", erläuterte der Projektleiter Herr Knieper.

Thiele zeigte von dem Projekt, das ein Gesamtinvestitionsvolumen von 56 Mio. Euro hat, beeindruckt. Ein Vorteil des Strohheizkraftwerks sei, dass der Brennstoffbezug nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion steht. Auch eine Flächenverdrängung wie beim Rapsanbau fände nicht statt.

Hilbers abschließend: "Mit dem Projekt zeigt die Grafschaft einen innovativen Weg auf. Hier kommen viele Synergien zusammen: Die Emslandstärke spart kosten, CO2 wird eingespart und eine neue Technologie als Pionier aufgebaut."

Ein weitres Thema des Besuchs von Ulf Thiele war es, die Förderung der Stärkekartoffeln so auszugestalten, dass die deutschen Landwirte gegenüber ihren niederländischen Kollegen keine Wettbewerbsnachteile erleiden. CDU-Generalsekretär Ulf Thiele sprach sich dafür aus, dass die EU-Förderpolitik einheitlich gestaltet werden müssen, und sagte den Geschäftsführer der Emslandstärke Hubert Eilting und Herrn Bakker von der Erzeugergemeinschaft zu, sich für die Interessen der deutschen Bauern einzusetzen.