Windstrom aus der Nordsee für ganz Deutschland

Der Grafschafter CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers hat jüngst einige Baustellen des Übertragungsnetzbetreibers Amprion GmbH in Wietmarschen-Lohne besucht, um sich einen Eindruck vom Baufortschritt an den zentralen Energiewendeprojekten DolWin4 und BorWin4 zu verschaffen. Diese Projekte sollen künftig Windstrom von den Offshore-Windparks in der Nordsee bis nach Hanekenfähr bei Lingen transportieren â€" auch durch die Grafschaft Bentheim.

„Beeindruckend, was hier für die Energiewende entsteht“, so Hilbers, „Mit diesen Projekten wird nicht nur klimafreundlicher Strom aus dem Norden in die Verbrauchszentren gebracht â€" auch die Grafschaft leistet einen aktiven Beitrag zur sicheren Energieversorgung in ganz Deutschland.“

Die beiden Vorhaben DolWin4 und BorWin4 zählen zu den Schlüsselprojekten der Energiewende. Mit einer Übertragungskapazität von jeweils 900 Megawatt versorgen sie künftig eine Region mit dem Strombedarf einer Großstadt wie Hamburg. Die rund 155 Kilometer langen Landtrassen verlaufen unterirdisch in Parallellage; hinzu kommen bis zu 125 Kilometer Seekabel. Der Netzverknüpfungspunkt liegt in Lingen-Hanekenfähr, wo der Strom in das bestehende Hochspannungsnetz eingespeist wird. Die Leitungsrohre sind größtenteils verlegt. Mit dem Einzug der Kabel wird in den nächsten Wochen begonnen. Die ersten Gruben für die Anschluss- und Verknüpfungsstellen der Kabelteile sind bereits erstellt.

Durch die neue Infrastruktur werden nicht nur die bereits stark belasteten Küstenregionen entlastet, sondern auch die weggefallene Energie des Kernkraftwerks Emsland ersetzt. Die Inbetriebnahme beider Verbindungen ist für 2028 vorgesehen.
Hilbers betonte abschließend die Rolle des ländlichen Raums: „Die Energiewende gelingt nicht in Berlin oder Hannover â€" sie gelingt vor Ort. Wir brauchen Projekte wie dieses, die technisch überzeugen, Akzeptanz schaffen und unsere Stromversorgung nachhaltig absichern. Das ist verantwortungsvolle und zukunftssichere Energiepolitik. Besonders positiv ist auch, dass im großen Umfang Flächen wieder aufgeforstet werden.“