Hilbers: „Grafschafter Landwirtschaft nimmt Umweltschutz ernst â€" jetzt Entlastung bei den roten Gebieten“
Der Grafschafter CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers begrüßt die Entwicklung, dass die Stickstoff-Düngebelastung in der Grafschaft Bentheim leicht gesunken ist. „Das ist ein wichtiges Signal: Maßnahmen wirken, Betriebe investieren, modernisieren Technik und verbessern ihr Nährstoffmanagement. Diesen Weg müssen wir konsequent weitergehen â€" mit Augenmaß und praxistauglichen Lösungen.“
Hilbers betont zugleich die herausragende Bedeutung der Agrar- und Ernährungswirtschaft für die Region: „Landwirtschaft ist in der Grafschaft nicht irgendein Wirtschaftszweig â€" sie ist Grundlage für Arbeitsplätze, regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit. Wer will, dass Lebensmittel bezahlbar bleiben und wir unabhängiger von Importen werden, muss eine starke heimische Erzeugung möglich machen, und zwar zu wettbewerbsfähigen Bedingungen.“
„Gewässer- und Bodenschutz bleiben zentrale Aufgaben. Die Nährstoffbilanz zeigt, dass unsere Landwirte verantwortungsvoll damit umgehen“, so Hilbers. Daher ist jetzt auch die Niedersächsische Landesregierung am Zug, für Entlastungen bei den roten Gebieten zu sorgen. Es muss dringend mehr Messstellen geben, um die Gebietskulisse zielgenauer zu definieren, fordert Hilbers.
Auch dürfen nicht immer sinkende Tierzahlen als Erfolg gewertet werden. An der Tierhaltung in der Grafschaft hängt eine enorme Wertschöpfung. Wenn die Nährstoffe in anderen Regionen Niedersachsens und Deutschland gute Verwendung finden können, ist es durchaus sinnvoll, hier die Tierhaltung zu betreiben und die Düngemittel zu transportieren, findet Hilbers.
Aus Sicht von Hilbers braucht es vor allem Förderung von Innovation und Beratung: „Präzisionslandwirtschaft, moderne Ausbringtechnik, Digitalisierung und Kooperationen vor Ort sind der Schlüssel. Wer diese Investitionen erleichtert und Beratung stärkt, erreicht mehr für den Umweltschutz als mit immer neuen Formularen und pauschalen Einschränkungen.“
Abschließend macht Hilbers deutlich: „Wir wollen Natur und Wasser schützen â€" und gleichzeitig die Bevölkerung zuverlässig ernähren können. Beides gehört zusammen. Dafür braucht es Respekt für die Leistung der Landwirtschaft und eine Politik, die Wege eröffnet und nicht versperrt.“