„Die Landesregierung lässt unsere Kommunen beim Ausbau der Ganztagsbetreuung völlig im Stich“, erklärt der Grafschafter CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers zur aktuellen Debatte um den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. „Der Ganztag kann auch bei uns in der Grafschaft eine echte Chance sein â€" für mehr Bildungsgerechtigkeit, verlässliche Betreuungszeiten und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Aber diese Chance verspielt das Kultusministerium gerade mit Ansage.“
Hilbers kritisiert insbesondere die fehlende Planungssicherheit für die Kommunen und Schulträger im Landkreis. „Wir sprechen hier über große Investitionen in Gebäude, Ausstattung und Personal. Unsere Städte und Gemeinden wollen ihre Verantwortung wahrnehmen, aber ihnen fehlen klare Vorgaben. Ein Jahr vor dem Start wissen viele Schulträger noch immer nicht, was genau gefordert und was finanziert wird. So kann niemand solide planen.“
Auch aus der Grafschaft erreichten ihn seit Monaten deutliche Rückmeldungen: „Alle sagen mir dasselbe: Wir wollen, aber wir können nicht, weil das Land keine Regeln liefert. Die jetzt vorgelegten Erlasse schaffen keine Klarheit â€" im Gegenteil. Das Land verschiebt Entscheidungen, die längst hätten getroffen werden müssen.“
Besonders scharf kritisiert Hilbers die Finanzierung: „Mit 390 Euro pro Kind und Schuljahr lässt sich kein Ganztag organisieren, der den Anforderungen des SGB VIII entspricht. Das ist komplett realitätsfern.“ Die CDU fordere daher eine vollständige und verlässliche Finanzierung: „Acht Stunden am Tag, fünf Tage die Woche â€" und zwar vollständig ausfinanziert. Das ist keine Maximalforderung, das ist die gesetzliche Pflicht.“
Hilbers warnt vor den Folgen für die Region: „Wenn das Land so weitermacht, scheitert der Ganztag, bevor er überhaupt beginnt. Bei unseren Kommunen herrscht Verunsicherung, bei den Schulleitungen wachsen die Sorgen â€" und von der Ministerin kommt nichts. Leidtragende wären am Ende die Kinder und Familien, gerade auch in einer ländlich geprägten Region wie der Grafschaft Bentheim, in der verlässliche Betreuungsangebote besonders wichtig sind.“
Die Grafschaft sei bereit, ihren Anteil zu leisten, betont Hilbers: „Wir haben engagierte Schulträger, starke Gemeinden und kurze Wege. Aber sie brauchen endlich Planungssicherheit und eine faire Finanzierung. Das Land muss liefern â€" sofort.“
Eine Woche lang war der Grafschafter CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers mit dem Fahrrad auf Sommertour durch seinen Wahlkreis unterwegs – begleitet von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern sowie Mitgliedern der CDU. Täglich legte die Gruppe rund 25 bis 30 Kilometer zurück, um Betriebe, Projekte und Initiativen in der Region zu besuchen. Dabei stand der direkte Austausch mit den Menschen im Mittelpunkt.
Auch nachhaltige Projekte standen im Fokus der Tour: Die EcoTec World GmbH, die den Ausbau der Solarenergie in der Region vorantreibt, der entstehende Windpark Georgsdorf und der Betrieb Olde-Bolhaar in Bad Bentheim, der Torfersatz für den Gartenbau herstellt, demonstrieren die Innovationskraft der Region. In Schüttorf und bei Averes in Nordhorn informierte sich Hilbers über moderne Arbeitsformen und flexible Arbeitswelten. „Gut, dass wir solche Angebote auch in der Grafschaft haben“, so Hilbers.