„Die angekündigte Infrastruktur-Offensive mit 170 Millionen Euro ist richtig und nötig â€" aber in der Grafschaft Bentheim kommen wichtige Strecken, obwohl die Sanierung dringend ist, leider nicht vor. Dass die L 44 in Ringe sowie die L 68 und die L 39 im Bauprogramm 2026 nicht aufgenommen wurden, ist für Anwohner, Pendler und unsere Wirtschaft schwer nachvollziehbar“, erklärt der Grafschafter CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers. Es ist nach Auffassung von Hilbers immer noch zu wenig Geld in diesem Topf, da es für andere Zwecke ausgegeben wird. Aus dem Sondervermögen des Bundes erhält Niedersachsen 9,7 Mrd. Euro. Davon gehen nur 0,5 Mrd. Euro zusätzlich in den Straßenbau. „Das ist ein zu geringer Anteil“, moniert Hilbers.
Hilbers: „Die Baumaßnahmen in der Grafschaft sind dringend“
Hilbers verweist darauf, dass das Land für 2026 ein Rekordpaket für Landesstraßen, Brücken und Radwege angekündigt hat. „Gerade wenn so viel investiert wird, muss auch der ländliche Raum mit den Straßen, die weniger frequentiert sind, berücksichtig werden. Bei uns geht es nicht um Luxus, sondern um Verkehrssicherheit, verlässliche Erreichbarkeit und die tägliche Mobilität im ländlichen Raum.“
Aus den veröffentlichten Projektlisten zum Landesstraßenbauprogramm 2026 ergibt sich, dass die genannten Strecken nicht enthalten sind. „Die Menschen erwarten zu Recht, dass Problemstellen konsequent angegangen werden â€" auch in der Grafschaft. Wer Sanierungsstau abbauen will, muss die Realität vor Ort im Blick behalten.“
Hilbers kündigt an, weiter Druck zu machen: „Ich bleibe dran und bin zuversichtlich, dass wir die L 44, L 68 und L 39 in der nächsten Runde auf die Agenda bekommen.“ Entsprechende Hinweise hat Hilbers bereits aus der Landes- und Straßenbauverwaltung erhalten. „Für das kommende Jahr bin ich zuversichtlich“, sagt Hilbers. Dazu werde ich mich zeitnah mit der Leiterin der regional zuständigen Straßenbaubehörde austauschen, um die Situation vor Ort noch einmal detailliert darzustellen und die nächsten Schritte abzustimmen.“