Der Grafschafter CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers drängt auf eine schnelle Inangriffnahme der sanierungsbedürftigen Landesstraßen im Landkreis Grafschaft Bentheim. Anlass ist die Antwort der Landesregierung auf seine Kleine Anfrage zum Zustand und zu den vorgesehenen Instandsetzungsmaßnahmen der Landesstraßen in der Region.
„Die Landesregierung bestätigt nun schwarz auf weiß, dass gleich mehrere Landesstraßen in der Grafschaft sanierungsbedürftig sind. Das deckt sich mit dem, was Anwohner, Pendler und Betriebe seit Langem berichten. Jetzt kommt es darauf an, dass den Erkenntnissen zügig Taten folgen“, erklärt Hilbers.
Nach Angaben des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Bauen sind im Bereich der Grafschaft Bentheim die Landesstraßen L 39, L 40, L 43, L 44 und L 68 als sanierungsbedürftig bekannt. Für die L 44 zwischen Hoogstede und Emlichheim ist eine Erneuerung von Fahrbahn und Radweg geplant, die nach derzeitigem Stand im Herbst 2026 beginnen soll. Ein Teilabschnitt der L 44 zwischen Ringe und Emlichheim wird im Zusammenhang mit der Anbindung der Ortskernentlastungsstraße „Obenholt“ der Gemeinde Emlichheim erneuert; dies soll noch in diesem Jahr erfolgen. Für die L 68 zwischen Samern und Wettringen hat die Bauvorbereitung begonnen, der Baubeginn ist nach derzeitigem Planungsstand allerdings erst für 2027 vorgesehen. Zur Erneuerung der L 68 innerhalb der Ortsdurchfahrt Schüttorf laufen Abstimmungsgespräche mit der Stadt.
„Es ist gut, dass für einzelne Abschnitte konkrete Maßnahmen vorgesehen sind. Mir geht das aber an mehreren Stellen noch zu langsam. Wenn die L 68 erst 2027 in Angriff genommen werden soll, ist das für die Menschen vor Ort schwer zu vermitteln“, so Hilbers.
Hilbers betont, dass das Land sich nicht auf mangelnde Finanzmittel berufen darf: „Mit dem Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität stehen den Ländern erhebliche Mittel zur Verfügung â€" auch Niedersachsen profitiert davon in großem Umfang. Damit sind die finanziellen Voraussetzungen für eine zügige Sanierung gegeben. Diese Chance müssen wir nutzen und dürfen sie nicht durch lange Planungs- und Abstimmungsprozesse verstreichen lassen.“
Der Abgeordnete kündigt an, das Thema weiter eng zu begleiten: „Ich werde darauf drängen, dass die angekündigten Maßnahmen nicht auf die lange Bank geschoben werden, sondern so schnell wie möglich umgesetzt werden. Verlässliche und sichere Straßen sind im ländlichen Raum keine Frage des Komforts, sondern Grundlage für Mobilität, Sicherheit und Wirtschaftskraft. Die Grafschaft darf beim Straßenbau nicht hintanstehen.“